Möbelgriffe 160mm
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Möbelgriffe 160mm bezeichnen Beschlagteile zur manuellen Bedienung von Schranktüren, Klappen und Schubladen, deren Befestigungspunkte exakt einen Bohrabstand (Lochabstand) von 160 mm aufweisen.
Dieses Maß ist im professionellen Möbelbau und in der industriellen Fertigung fest verankert, da es sich nahtlos in das genormte System 32 einfügt. Mit einem Vielfachen von 32 mm (5 x 32 mm = 160 mm) ist dieser Lochabstand kompatibel mit den Standard-Reihenlochungen von Korpusmöbeln. Für Schreiner, Monteure und ambitionierte Handwerker stellt dieses Maß den idealen Kompromiss aus ausreichender Hebelwirkung für schwere Auszüge und einer proportionierten Optik auf Standardfronten dar.
Technische Spezifikationen und Maßvorgaben
Bei der Planung und Montage von Beschlägen ist die strikte Trennung zwischen dem Lochabstand (BA) und der Gesamtlänge zwingend erforderlich. Der Lochabstand von 160 mm definiert ausschließlich die Distanz zwischen den Mittelpunkten der beiden gefrästen Gewinde auf der Rückseite des Griffs.
Die Gesamtlänge variiert je nach Design des Beschlags. Ein klassischer Bügelgriff schließt oft bündig oder mit minimalem Überstand ab. Bei modernen Relinggriffen oder Profilen ragt das Material jedoch über die Befestigungspunkte hinaus. So ist es technisch üblich, dass beispielsweise Handgriffe Aluminium 175mm in der Gesamtlänge messen, aber exakt auf ein Bohrbild von 160 mm passen. Diese Überstände von 7,5 mm pro Seite dienen der Ergonomie und verhindern ein Abrutschen bei feuchten Händen.
Ein weiterer kritischer Parameter ist die Eingriffstiefe (der Abstand zwischen der Innenseite des Griffs und der Möbelfront). Für eine normgerechte Bedienung, insbesondere bei Gerätekombinationen mit hohem Zugwiderstand, sollte dieser Abstand zwischen 22 mm und 30 mm liegen. Dies gewährt ausreichend Platz für die Finger und verhindert Kratzer auf der Frontoberfläche durch Ringe oder Fingernägel.
Materialkunde und Oberflächenveredelung
Die Wahl des Materials beeinflusst die Torsionssteifigkeit, das Gewicht und die chemische Beständigkeit des Beschlags gegenüber Reinigungsmitteln und Handschweiß. Im Bereich der Möbelgriffe 160 mm dominieren folgende Werkstoffe:
- Zamak (Zinkdruckguss): Eine Legierung aus Zink, Aluminium, Magnesium und Kupfer. Zamak lässt sich präzise gießen und bietet eine hohe Dichte. Es dient als Trägermaterial für galvanische Beschichtungen.
- Aluminium: Leichtmetall mit hoher Korrosionsbeständigkeit. Möbelgriffe Aluminium werden häufig eloxiert, was die Oberfläche härtet und vor Abrieb schützt. Sie eignen sich für großflächige Schrankwände, bei denen das Gewicht der Beschläge minimiert werden soll.
- Edelstahl (Inox): Extrem widerstandsfähig gegen mechanische Belastung und Feuchtigkeit. Möbelgriffe Edelstahl (oft in der Legierung V2A) sind der Standard im Küchen- und Laborbereich. Die Legierung verhindert Rostbildung, selbst bei ständiger Einwirkung von Wasserdampf.
- Stahl (pulverbeschichtet): Für spezifische Designs wie Möbelgriffe Industrial wird oft massiver Stahl verwendet, der durch eine Einbrennlackierung oder Pulverbeschichtung versiegelt wird.
Die Oberflächenbehandlung definiert die finale Optik und Haptik. Gebürstete Oberflächen (wie Edelstahl gebürstet) kaschieren Fingerabdrücke durch ihre Mikrotektur. Galvanisierte Oberflächen wie Chrom bieten eine geschlossene, spiegelnde Schicht, erfordern jedoch häufigere Reinigung. Für reflexionsfreie Konzepte im Innenausbau greifen Planer häufig auf Möbelgriffe Schwarz Matt zurück. Die Mattierung entsteht hierbei durch feine Strukturpulver, die das Licht streuen.
Anwendungsbereiche im Möbelbau
Das Rastermaß von 160 mm ist vielseitig einsetzbar, erfordert jedoch eine Abstimmung auf die Breite und das Gewicht der jeweiligen Front. Der Lochabstand ist die DNA des Möbelbaus – er bestimmt kompromisslos, ob der neue Beschlag auf die bestehende Front passt oder ob eine Neuplanung der Bohrpunkte erforderlich ist.
Küchenmontage und schwere Auszüge
In der Küche müssen Beschläge hohe Zugkräfte aushalten. Ein voll beladener Vollauszug mit Töpfen kann inklusive Front ein Gewicht von 30 kg bis 45 kg erreichen. Hier bieten Küchenschrank Griffe 160mm die notwendige Stabilität. Sie verteilen die Zugkraft optimal auf die beiden Befestigungspunkte, was ein Ausreißen der Schrauben aus der Spanplatte verhindert. Für Standard-Unterschränke mit einer Breite von 60 cm ist dieses Maß optisch zentriert und funktional ideal. Speziell Küchengriffe schwarz 160mm werden aktuell häufig als Kontrast auf hellen Melaminfronten oder Eichen-Dekoren verbaut. Auch Türgriffe Küche 160mm für integrierte Kühlschränke profitieren von der Hebelwirkung dieses Maßes, um den Widerstand der Magnetdichtung zu überwinden.
Wohn- und Schlafraum
Bei Kleiderschränken mit durchgehenden MDF- oder Massivholzfronten (Höhe oft über 200 cm) werden 160-mm-Griffe meist vertikal montiert. Die Länge reicht aus, um eine ergonomische Greifhöhe für Personen unterschiedlicher Körpergröße zu gewährleisten. Für Sideboards und Kommoden im Wohnbereich, die oft über Schubladen mit Teilauszug verfügen, werden sie horizontal zentriert. Hier kommen häufig Möbelgriffe Modern aus gebürstetem Stahl oder in minimalistischen Designs zum Einsatz, um die Linienführung des Möbels nicht zu durchbrechen.
Montage und technische Umsetzung
Die fachgerechte Montage von Stangengriffen oder Bügelgriffen erfordert Präzision. Im Gegensatz zum einfachen Möbelknöpfe anbringen, bei dem nur ein zentrales Bohrloch benötigt wird, müssen bei 160-mm-Griffen zwei Bohrungen exakt fluchten. Eine Abweichung von nur 1 mm führt zu Spannungen im Material des Griffs oder macht das Eindrehen der Schrauben unmöglich.
Werkzeug und Vorbereitung
Für die Montage in Holzwerkstoffen (Spanplatte, MDF, Multiplex) wird ein scharfer Holzbohrer mit Zentrierspitze benötigt. Der Standard-Bohrdurchmesser für Möbelgriffe beträgt 4 mm oder 5 mm. Ein 5-mm-Loch gewährt minimales Spiel, um winzige Toleranzen beim Bohren auszugleichen, während der Schraubenkopf die Bohrung auf der Rückseite sicher abdeckt. Der Einsatz einer Bohrschablone wird dringend empfohlen, um den Abstand von 160 mm exakt auf die Front zu übertragen und den rechten Winkel zur Kante zu wahren.
Schrauben und Gewinde
Die Befestigung erfolgt normgerecht über metrische M4-Gewindeschrauben (Linsenkopfschrauben mit Kreuzschlitz PZ oder PH). Die Länge der Schraube muss zwingend auf die Frontstärke abgestimmt sein. Die Berechnungel lautet: Frontstärke + Einschraubtiefe in den Griff = Schraubenlänge. Bei einer Standard-Spanplatte von 16 mm bis 19 mm Stärke und einer typischen Gewindetiefe im Griff von 5 mm bis 8 mm werden meist M4 x 22 mm oder M4 x 25 mm Schrauben verwendet.
Das Anzugsdrehmoment sollte moderat per Hand (mit einem Schraubendreher, nicht mit dem Akkuschrauber) erfolgen. Ein Überdrehen kann das in Zamak oder Aluminium geschnittene Innengewinde ausreißen (Gewindebruch) oder bei hohlen Griffprofilen zu einer Verformung der Frontauflage führen.
Ausgewählte Modelle im Raster 160 mm
Die folgende technische Auswahl bietet Lösungen für unterschiedliche Materialanforderungen und Oberflächenkonzepte im Lochabstand 160 mm.
- Möbelgriff 160mm - Patina auf Messing: Ein Beschlag für klassische Rahmenfronten oder Restaurationsprojekte. Die chemisch erzeugte Patina schützt das darunterliegende Material und sorgt für eine alterungsbeständige Oberfläche ohne Glanzverlust.
- TECHNO Möbelgriff 160mm - Satin: Die satinierte Oberfläche bricht das Licht diffus. Ideal für Arbeitsumgebungen oder Küchen, in denen direkte Lichtreflexionen von Spots vermieden werden sollen.
- TECHNO Möbelgriff 160mm - Mattschwarz: Pulverbeschichtete Ausführung mit hoher Abriebfestigkeit. Fügt sich nahtlos in monochrome Raumkonzepte ein und bietet einen starken Kontrast auf hellen Hölzern.
- TECHNO Möbelgriff 160mm - Gebürsteter Stahl: Die mechanisch gebürstete Textur kaschiert Mikrokratzer, die im täglichen Gebrauch entstehen. Ein funktionaler Standard für stark frequentierte Bereiche.
- TECHNO Möbelgriff 160mm - Chrom: Galvanisch verchromt für maximale Oberflächenhärte und Spiegelglanz. Bietet eine porenfreie Oberfläche, die sich hygienisch reinigen lässt.
- TECHNO Möbelgriff 160mm - Aluminium: Leichtbau-Beschlag aus eloxiertem Aluminium. Reduziert das Gesamtgewicht der Front und schützt durch die Eloxalschicht vor Oxidation.
FAQ – Häufige Fragen zur Spezifikation 160 mm
Wie messe ich den Lochabstand eines bestehenden Griffs korrekt?
Messen Sie auf der Rückseite der demontierten Front den Abstand von der Mitte des linken Bohrlochs zur Mitte des rechten Bohrlochs (Mitte-zu-Mitte). Alternativ messen Sie am demontierten Griff den Abstand zwischen den Zentren der beiden Gewindegänge. Wenn das Maß 160 mm beträgt, können alle Beschläge dieser Kategorie ohne Neu-Bohrung montiert werden.
Sind 160-mm-Griffe für schwere Gerätefronten (z. B. Geschirrspüler) geeignet?
Ja. Ein Lochabstand von 160 mm bietet eine ausreichende Basis, um die Zugkräfte beim Öffnen von Geräten mit starken Türdichtungen (Kühlschränke, Geschirrspüler) in die Frontplatte abzuleiten. Achten Sie hier auf massive Materialien wie Edelstahl oder massives Zamak und verwenden Sie Unterlegscheiben auf der Rückseite der Front, um die Kraftverteilung der M4-Schrauben zu maximieren.
Was mache ich, wenn die mitgelieferten M4-Schrauben zu lang sind?
Wenn die Frontstärke geringer ist als der Standard (z. B. bei Blechtüren oder dünnen MDF-Platten), greifen die Schrauben auf dem Grund des Sacklochs im Griff auf, bevor der Griff fest an der Front anliegt. In diesem Fall müssen kürzere M4-Gewindeschrauben verwendet oder die bestehenden Schrauben mit einer Metallsäge/Gewindeschneider fachgerecht gekürzt werden. Alternativ können spezielle M4-Klemmschrauben mit Sollbruchstellen eingesetzt werden.
Kann ich von einem 128-mm-Griff auf einen 160-mm-Griff wechseln?
Ein direkter Wechsel unter Nutzung beider alter Bohrlöcher ist geometrisch unmöglich. Sie können eines der bestehenden 4-mm-Löcher weiterverwenden, müssen jedoch ein zweites Loch im Abstand von exakt 160 mm neu bohren. Das ungenutzte alte Loch muss anschließend mit Hartwachs oder einem Abdeckstopfen verschlossen werden, sofern es nicht durch die Grundplatte des neuen Griffs verdeckt wird.
Passen diese Griffe zu Schubladenschienen mit Push-to-Open-Funktion?
Technisch gesehen benötigen Push-to-Open (Tip-On) Systeme keine Griffe, da die Front durch Druck ausgelöst wird. Wenn Sie aus optischen Gründen dennoch Griffe montieren möchten, dienen diese bei Tip-On-Systemen lediglich als Designelement (Attrappe) oder zum Schließen der Schublade. Sie beeinträchtigen den Auslösemechanismus der Führungsschiene nicht, solange die Front weiterhin die nötigen 2 mm bis 3 mm Federweg nach innen hat.
Verwandte Maßsysteme und Ausführungen
Sollte das Rastermaß 160 mm nicht den statischen oder optischen Anforderungen Ihres Projekts entsprechen, bietet das System 32 weitere standardisierte Lochabstände. Für schmalere Fronten (z. B. Apothekerschränke mit 30 cm Breite) wird häufig auf Möbelgriffe 128 mm oder noch kompaktere Möbelgriffe 96 mm zurückgegriffen.
Für breite Auszüge (über 80 cm bis 120 cm), bei denen eine zentrale Krafteinleitung zu einem Verkanten der Führungsschienen führen könnte, sind breitere Beschläge statisch sinnvoller. Hier kommen Möbelgriffe 192mm oder Möbelgriffe 256mm zum Einsatz.
Wenn die Materialität im Vordergrund steht und das Maß zweitrangig ist, finden Sie branchenübergreifende Lösungen in den Kategorien Möbelgriffe Metall oder spezifisch für Feuchträume unter Möbelgriffe Chrom. Für die gezielte Ausstattung von Kochbereichen bietet die Übersicht Möbelgriffe Küche weitere technische Optionen.




