Kommode 10 Schubladen (6+4)

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Eine Kommode mit 10 Schubladen (6+4) ist ein breites, bodenstehendes Kastenmöbel zur strukturierten Aufbewahrung, das in der Frontaufteilung über sechs großvolumige und vier kompaktere Auszüge verfügt.

Diese spezifische Bauform, insbesondere aus der Serie Gabriel, kombiniert eine große Breite mit einer reduzierten Tiefe. Für Heimwerker und Möbelmonteure stellt dieses Format eine funktionale Lösung dar, wenn viel Stauraum auf einer langen Wandfläche benötigt wird, der Raum selbst aber keine tiefen Schränke zulässt. Im folgenden Ratgeber betrachten wir die technischen Spezifikationen, die Konstruktionsweise der 6+4 Aufteilung sowie die detaillierten Schritte für die fachgerechte Selbstmontage.

Konstruktion, Maße und Raumplanung

Die physischen Abmessungen bestimmen maßgeblich, wo ein Möbelstück sinnvoll eingesetzt werden kann. Die Modelle dieser Kategorie weisen exakt definierte Maße auf: eine Breite von 160 cm, eine Höhe von 92 cm und eine Tiefe von 33 cm.

Gerade die Eigenschaft als Kommode 33 cm tief macht dieses Format zu einem Problemlöser in der Raumplanung. Während Standardkommoden oft 40 cm bis 50 cm in den Raum ragen, hält die reduzierte Tiefe Laufwege frei. Dies ist ein entscheidender technischer Vorteil für schmale Flure, Eingangsbereiche oder als Kommode Gästezimmer, wo der Platz zwischen Bettkante und Wand oft stark limitiert ist.

Im Vergleich zu einer kompakten Kommode 120 breit bietet das 160-cm-Maß eine deutlich längere Deckplatte. Diese durchgehende obere Fläche verteilt das optische Gewicht in die Horizontale und bietet Stellfläche für größere Gegenstände. Die statische Herausforderung bei einer Spannweite von 160 cm wird durch vertikale Mittelwände (Korpusseiten) gelöst, die das Möbelstück in mehrere Schubladenspalten unterteilen. Diese vertikalen Stützen verhindern ein Durchbiegen der Deckplatte und leiten die Lasten sicher in den Boden ab.

Die 6+4 Schubladenaufteilung: Systematik und Nutzen

Die Bezeichnung 6+4 bezieht sich auf das Raster der Fronten. Eine Kommode mit 10 Schubladen bietet von Grund auf eine hohe Granularität bei der Sortierung. Die Aufteilung funktioniert wie ein gut sortierter Werkzeugkoffer: Jedes Teil hat sein exakt bemessenes Fach, sodass langes Suchen entfällt.

In der Regel sind die vier kleineren Schubladen im oberen Bereich oder in einer mittigen Spalte angeordnet, während die sechs größeren Auszüge den restlichen Korpus füllen.

  • Die 4 kleinen Schubladen: Eignen sich aufgrund ihres geringeren Volumens für kleinteilige Gegenstände. Im Flur sind dies Schlüssel, Handschuhe oder Post. Im Schlafzimmer fassen sie Accessoires oder Gürtel. Für eine noch feinere Unterteilung innerhalb dieser Auszüge empfiehlt sich der Einsatz passender Einsätze, ähnlich wie man sie als Schubladen Organizer Küche kennt.
  • Die 6 großen Schubladen: Bieten das Hauptvolumen der Furnica Kommode. Hier findet gefaltete Kleidung, Heimtextilien oder Büromaterial Platz.

Wer seine Schubladen nachträglich weiter strukturieren möchte, greift auf modulare Schubladenausstattung zurück, die ein Verrutschen des Inhalts beim Öffnen und Schließen verhindert.

Materialbeschaffenheit und Dekore

Die Korpusse und Fronten dieser Serie bestehen aus hochverdichteter Spanplatte, die beidseitig melaminharzbeschichtet ist. Diese Beschichtung versiegelt die Holzfasern und macht die Oberfläche resistent gegen alltägliche Kratzer und mäßige Feuchtigkeit. Die sichtbaren Schnittkanten der Platten sind mit einer thermoplastischen Kante (meist ABS oder PVC) maschinell umleimt, was das Material vor Stößen schützt und ein Aufquellen verhindert.

Die optische Vielfalt entsteht durch unterschiedliche Dekorpapiere, die unter der Melaminharzschicht verpresst werden. Für den Heimwerker bedeutet dies, dass die Oberflächen wartungsfrei sind – sie müssen weder geölt noch nachlackiert werden.

  • Holzdekore: Wotan Eiche und Sonoma Eiche weisen eine fühlbare Struktur auf, die natürliche Holzmaserung imitiert.
  • Unifarben Matt: Weiß Matt oder Anthrazit Matt absorbieren Licht und verzeihen Fingerabdrücke besser. Eine Kommode Anthrazit fügt sich nahtlos in moderne, industriell geprägte Raumkonzepte ein.
  • Hochglanz (Gloss): Fronten in Weiß Gloss oder Schwarz Gloss reflektieren das Licht stark, was kleine Räume optisch vergrößern kann. Die Pflege erfolgt hier ausschließlich mit weichen Mikrofasertüchern ohne scheuernde Zusätze.

Montageleitfaden für Heimwerker

Der Aufbau einer Kommode mit vielen Fächern erfordert systematisches Vorgehen. Aufgrund der 10 Auszüge besteht der Bausatz aus zahlreichen Einzelteilen. Eine gute Vorbereitung und das richtige Werkzeug reduzieren die Aufbauzeit erheblich. Planen Sie für die Montage mit zwei Personen etwa 120 - 150 Minuten ein.

Benötigtes Werkzeug

  • Akkuschrauber mit passenden Bits (meist PZ2 für Standard-Holzschrauben und TX20 oder Innensechskant für Verbindungsbeschläge)
  • Kreuzschlitzschraubendreher (für die Feinjustierung)
  • Gummihammer (zum sanften Einschlagen von Holzdübeln)
  • Wasserwaage und Zollstock
  • Zimmermannswinkel

Schritt 1: Korpusmontage und Beschläge

Beginnen Sie mit den Seitenteilen und den vertikalen Mittelwänden. Schlagen Sie die Holzdübel (typischerweise 8 x 30 mm) in die vorgebohrten Löcher der Stirnseiten ein. Setzen Sie die Einschraubdübel der Exzenterverbinder (Minifix-System) in die entsprechenden 5 mm Bohrungen der Flächen ein. Der Exzenterverbinder ist der Standard im modernen Möbelbau: Er zieht zwei Platten im 90°-Winkel kraftschlüssig zusammen, wenn das Exzentergehäuse mit einem Schraubendreher um etwa 180° im Uhrzeigersinn gedreht wird.

Schritt 2: Montage der Schubladenschienen

Bevor der Korpus zusammengesetzt wird, müssen die Korpus-Schienen der Führungen an den Innenseiten und Mittelwänden montiert werden. Im liegenden Zustand lassen sich die Schrauben wesentlich leichter eindrehen. Für diese Möbelklasse kommen standardisierte Schubladenführungen zum Einsatz. Bei einer Korpustiefe von 33 cm werden in der Regel Schienen mit einer Nennlänge von 250 mm bis 300 mm verbaut. Die Befestigung erfolgt über die Systemlochreihe (System 32) mit speziellen Euroschrauben oder Spax-Schrauben (z. B. 3,5 x 16 mm). Achten Sie exakt auf die in der Anleitung vorgegebenen Bohrlöcher, damit die Auszüge später waagerecht laufen.

Schritt 3: Ausrichten und Rückwand nageln

Sobald der Korpus (Boden, Seiten, Mittelwände, Deckplatte) über die Exzenterverbinder fixiert ist, muss das Möbelstück zwingend in den rechten Winkel gebracht werden. Messen Sie mit dem Zollstock die beiden Diagonalen der Rückseite (von Ecke oben links nach Ecke unten rechts und umgekehrt). Sind beide Maße auf den Millimeter identisch, ist der Korpus im Winkel. Erst jetzt wird die HDF-Rückwand (meist 2,5 mm oder 3 mm stark) aufgenagelt oder geschraubt. Die Rückwand gibt dem Möbelstück seine endgültige statische Steifigkeit (Aussteifung).

Schritt 4: Zusammenbau der Schubladen

Die Montage von 10 Schubladenkästen ist der zeitintensivste Teil. Die Zargen (Seitenteile) werden mit dem Schubkasten-Hinterstück verschraubt. Der Boden wird in die Nut eingeschoben. Anschließend wird die Front aufgesetzt und meist ebenfalls über Exzenterverbinder fixiert. Zum Schluss werden die Laufschienen (das Gegenstück zu den Korpusschienen) bündig an die Unterkante der Schubladenseiten geschraubt. Moderne Schubladensysteme erleichtern diesen Prozess oft durch vorgebohrte Fixierpunkte.

Ausgewählte Modelle der Serie Gabriel (6+4)

Die Serie Gabriel bietet exakt diese 6+4 Konfiguration in zahlreichen Farb- und Materialkombinationen. Hier eine technische Auswahl spezifischer Varianten:

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Technik und Montage

Muss eine Kommode mit 160 cm Breite an der Wand befestigt werden? Ja. Jedes Kastenmöbel mit Auszügen birgt ein Kipprisiko, insbesondere wenn mehrere obere Fächer gleichzeitig geöffnet werden und sich der Schwerpunkt nach vorne verlagert. Bei einer geringen Tiefe von nur 33 cm ist die Hebelwirkung noch kritischer. Nutzen Sie zwingend den beiliegenden Kippschutz (Winkel) und befestigen Sie diesen mit einem für Ihr Mauerwerk geeigneten 8 mm Dübel und einer passenden Schraube fest an der Wand.

Wie richte ich die Spaltmaße der Schubladenfronten aus? Ein sauberes Fugenbild (ca. 2 mm bis 3 mm Abstand zwischen den Fronten) erreichen Sie primär durch einen absolut waagerecht stehenden Korpus. Richten Sie das Möbelstück am finalen Standplatz mit einer Wasserwaage aus. Nutzen Sie bei unebenen Böden Unterlegplättchen oder Keile unter den Seitenwänden. Erst wenn der Korpus im Lot steht, hängen Sie die Auszüge ein.

Passen Standard-Aktenordner in diese Kommode? Nein. Ein handelsüblicher Aktenordner (DIN A4) hat eine Tiefe von knapp 32 cm. Da die Gesamttiefe des Möbels 33 cm beträgt, müssen Sie die Stärke der Rückwand (ca. 3 mm), den Rücksprung der Rückwand (ca. 10 mm) sowie die Stärke der Front (16 mm) abziehen. Die nutzbare Innentiefe der Schubladen liegt bei etwa 27 cm bis 28 cm. Ordner können daher weder stehend noch liegend in der Tiefe gelagert werden.

Können die Schubladenschienen bei Verschleiß getauscht werden? Ja. Da die Bohrungen im Korpus dem standardisierten System 32 (Lochabstand 32 mm) entsprechen, können defekte Schubladenschienen problemlos gegen baugleiche Modelle ausgetauscht werden. Wichtig ist dabei, auf die korrekte Nennlänge (gemessen im geschlossenen Zustand) und die Bauart (z. B. Rollen- oder Kugelführung) zu achten.

Verwandte Kategorien und alternative Aufteilungen

Wenn die 6+4 Konfiguration nicht exakt Ihren Anforderungen an den Stauraum entspricht, bietet das Sortiment alternative Raster und Breiten, die auf derselben technischen Basis aufbauen: