Lowboard 150cm
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Ein Lowboard 150cm ist ein halbhohes, bodennahes Möbelstück mit einer exakten oder ungefähren Breite von 150 cm, das primär als Stellfläche für Unterhaltungselektronik sowie als Stauraum konzipiert ist. Im Gegensatz zu klassischen Schränken zeichnet sich das Lowboard durch eine geringe Bauhöhe aus, die in der Regel zwischen 30 cm und 50 cm liegt. Die Tiefe variiert branchenüblich zwischen 35 cm und 45 cm. Durch diese spezifischen Proportionen positioniert es den Fernseher auf einer ergonomisch idealen Augenhöhe für Sitzmöbel und bietet gleichzeitig verdeckten Platz für Receiver, Spielekonsolen und Kabelage.
Für Heimwerker und Selbstaufbauer stellt das TV Lowboard 150cm ein klassisches Projekt dar, das mit grundlegendem Werkzeug an einem Nachmittag realisiert wird. Die Konstruktion besteht meist aus beschichteten Holzwerkstoffen, die über standardisierte Möbelbeschläge verbunden werden. Ein gut geplantes Lowboard fungiert im Wohnzimmer wie ein Kabelkanal in der Werkstatt: Es bündelt die gesamte Technik unsichtbar an einem Ort und sorgt für eine aufgeräumte Arbeitsfläche.
Maße, Proportionen und die richtige TV-Größe
Die Breite von 150 cm ist ein strategisches Maß in der Möbelkonstruktion. Sie bietet ausreichend Standfläche für moderne Flachbildfernseher, ohne in durchschnittlich großen Räumen dominant zu wirken. Wer ein Lowboard für TV-Geräte sucht, muss die Bildschirmdiagonale in Relation zur Möbelbreite setzen.
Ein 55-Zoll-Fernseher weist eine physische Gerätebreite von etwa 123 cm auf. Auf einem 150 cm breiten Möbelstück verbleiben somit links und rechts jeweils rund 13,5 cm Freiraum. Dies erzeugt ein optisch ausgewogenes Bild. Ein 65-Zoll-Fernseher ist circa 145 cm breit und schließt somit fast bündig mit den Außenkanten des Möbelstücks ab. Für noch größere Bildschirme ab 75 Zoll empfiehlt sich der Wechsel auf ein Lowboard 200 cm oder ein Lowboard 240 cm, um eine Überhang-Optik zu vermeiden.
Neben der Breite ist die Tiefe entscheidend. Viele Modelle weisen eine Korpustiefe von 35 cm auf. Dies ist für moderne Flachbildschirme und kompakte Spielekonsolen absolut ausreichend. Wer jedoch klassische AV-Receiver oder große HiFi-Verstärker unterbringen möchte, muss die Gerätetiefe inklusive der rückseitig eingesteckten Kabel (oft HDMI- oder Cinch-Stecker) messen. Hier sind häufig 40 cm bis 45 cm Tiefe erforderlich.
Während eine Kommode 150cm oder ein Sideboard in der gleichen Breite meist Höhen von 70 cm bis 90 cm aufweisen und primär für Wäsche oder Geschirr genutzt werden, zielt das niedrige Design des Lowboards exakt auf die Sitzhöhe auf dem Sofa ab.
Materialauswahl und Oberflächen im Möbelbau
Beim Selbstaufbau-Möbel entscheidet das Material über Stabilität, Gewicht und die Art der Werkzeugführung bei der Montage.
- Spanplatte (melaminbeschichtet): Der Standard im modernen Korpusbau. Die Platten sind meist 15 mm oder 16 mm stark. Die Melaminharzbeschichtung macht die Oberfläche kratzfest und feuchtigkeitsabweisend. Ein Lowboard Weiß oder ein Lowboard Schwarz besteht fast immer aus diesem Trägermaterial.
- MDF (Mitteldichte Holzfaserplatte): Wird primär für die Fronten (Türen und Klappen) verwendet, da sich das feine Material besser fräsen lässt. Wenn Sie ein Möbelstück mit Hochglanz-Fronten oder tiefgezogenen Mustern montieren, halten Sie in der Regel MDF in den Händen.
- Dekorfolien: Holzoptiken wie Eiche Sonoma oder Wotan Eiche werden als Dekor auf die Platten gepresst. Wer die Optik von Echtholz sucht, greift zu Modellen aus der Kategorie Lowboards Holz oder spezifisch zum Lowboard Eiche.
Stehend oder hängend: Konstruktive Unterschiede
Die Entscheidung für ein bodenstehendes oder ein hängendes Lowboard beeinflusst den Montageaufwand erheblich.
Bodenstehende Montage
Hier ruht das Gewicht auf Möbelfüßen, Sockelblenden oder Gleitern. Die Lastabtragung erfolgt vertikal in den Boden. Die Montage ist simpel: Der Korpus wird liegend montiert und anschließend aufgerichtet. Bei Modellen mit vielen Füßen (oft fünf oder sechs Stück bei 150 cm Breite) ist es wichtig, den mittleren Stützfuß exakt zu justieren, damit die Bodenplatte unter dem Gewicht des Fernsehers nicht durchbiegt.
Wandmontage (Schwebende Optik)
Ein Hänge Lowboard erfordert eine tragfähige Wand (Mauerwerk oder doppelt beplankte Trockenbauwand) und spezielles Befestigungsmaterial. Die Möbelkonstruktion unterscheidet sich hierbei: Die Rückwand ist meist dicker ausgeführt oder mit speziellen Schwerlastaufhängern aus Metall versehen, die in eine an der Wand verschraubte Montageschiene eingehängt werden. Für die Wandmontage benötigen Sie zwingend eine Wasserwaage, einen Bohrhammer (bei Beton/Mauerwerk) und die passenden Dübel. Die dem Möbel beiliegenden Standard-Dübel (oft 8 mm Kunststoffdübel) sind für massives Mauerwerk gedacht. Bei Rigipswänden müssen Hohlraum-Metalldübel separat besorgt werden, um die Scherkräfte aufzufangen.
Beschlagtechnik: Scharniere, Auszüge und Dämpfung
Die Funktionalität des Möbels steht und fällt mit den verbauten Möbelbeschlägen. Ein technisches Grundverständnis erleichtert die Montage und Justierung enorm.
Topfbänder (Scharniere) für Drehtüren
Wenn das Lowboard über klassische Türen verfügt, kommen verdeckte Topfscharniere zum Einsatz. Die Bohrung in der Tür (der sogenannte Topf) hat fast immer einen Durchmesser von 35 mm. Bei einem Lowboard finden Sie meist Eckanschlag-Scharniere (die Tür liegt komplett auf der Korpusseite auf) oder Innenanschlag-Scharniere (die Tür schlägt zwischen den Korpusseiten ein). Nach der Montage müssen die Spaltmaße (Fugenbild) justiert werden. Dies geschieht über die drei Stellschrauben am Scharnierarm:
- Tiefenverstellung (Abstand der Tür zum Korpus).
- Seitenverstellung (Ausrichtung nach links/rechts für gleichmäßige Spalte).
- Höhenverstellung (über die Kreuzmontageplatte an der Korpusinnenwand).
Klappenhalter und Gasdruckdämpfer
Viele Lowboards nutzen nach unten öffnende Klappen statt Türen. Hier sind Klappenscharniere in Kombination mit Gasdruckdämpfern oder mechanischen Klappenhaltern verbaut. Der Gasdruckdämpfer (angegeben in Newton, z. B. 60 N oder 80 N) bremst die Klappe beim Öffnen ab und verhindert, dass sie ungebremst nach unten schlägt und die Scharniere ausreißt. Bei der Montage muss das genaue Maß für die Anschraubpunkte aus der Anleitung strikt eingehalten werden, da schon 5 mm Abweichung den Hebelweg blockieren.
Öffnungsmechanismen: Push-to-Open vs. Soft-Close
Diese beiden Systeme schließen sich mechanisch aus und dürfen nicht verwechselt werden:
- Soft-Close (Dämpfung): Ein integrierter Öldruckdämpfer im Scharnier oder in der Schubladenschiene bremst die Tür auf den letzten Zentimetern ab und zieht sie leise zu. Hierfür wird zwingend ein Möbelgriff zum Öffnen benötigt.
- Push-to-Open (Tip-On): Ein gefederter Stift (Magnetschnäpper) wirft die Tür oder Schublade ein Stück auf, wenn man von außen dagegen drückt. Dies ermöglicht grifflose, cleane Fronten, wie sie oft bei einem Lowboard Modern zu finden sind. Scharniere für Push-to-Open-Systeme haben in der Regel keine Schließautomatik (Feder), damit der Auswurfstift nicht gegen den Federdruck arbeiten muss.
Der Montage-Ablauf für Heimwerker
Für den Aufbau eines 150 cm breiten Lowboards sollten Sie etwa 1,5 bis 2,5 Stunden einplanen. Bereiten Sie den Arbeitsplatz vor: Legen Sie den Karton flach auf den Boden, um Kratzer an den Holzteilen zu vermeiden.
Benötigtes Werkzeug:
- Akkuschrauber mit Drehmomentbegrenzung (damit Schrauben in der Spanplatte nicht überdrehen).
- Bits: PZ2 (Pozidriv) für die meisten Spanplattenschrauben, eventuell Inbus (Sechskant) für Verbinderschrauben.
- Holzhammer oder Gummihammer für Holzdübel.
- Zollstock und Wasserwaage.
Verbindungstechnik: Der Korpus wird fast immer mit Exzenterverbindern (Minifix-System) montiert. Dabei schrauben Sie einen Metallbolzen in ein vorgebohrtes 5 mm Loch des einen Bauteils. Das Gegenstück (das Exzentergehäuse) wird in eine 15 mm Bohrung des anderen Bauteils gedrückt. Führt man beide Teile zusammen, wird der Exzenter mit einem Kreuzschlitzschraubendreher um etwa 180° im Uhrzeigersinn gedreht. Der Bolzen wird angezogen und die Platten kraftschlüssig verbunden. Tipp: Geben Sie niemals Holzleim in die Löcher der Exzenterverbinder. Leim ist nur für die beiliegenden Holz-Riffeldübel (meist 8x30 mm) gedacht, um die Verwindungssteifigkeit zu erhöhen.
Die Rückwand (meist eine 3 mm starke HDF-Platte) wird zum Schluss aufgenagelt oder in eine Nut eingeschoben. Das Aufnageln der Rückwand ist der wichtigste Schritt für die Stabilität: Messen Sie vor dem ersten Nagel die Diagonalen des Korpus (von Ecke zu Ecke). Nur wenn beide Diagonalen exakt gleich lang sind, ist das Möbelstück im rechten Winkel und die Türen lassen sich später schleiffrei einstellen.
Ausgewählte Modelle im Detail
In der Konstruktionspraxis finden sich oft Modelle, die leicht vom exakten 150-cm-Maß abweichen, aber denselben Einsatzzweck erfüllen. Die NICOLE-Serie bietet hierfür technisch durchdachte Lösungen im Bereich von 140 cm, die für identische TV-Größen und Raumsituationen konzipiert sind.
Das NICOLE - TV-Lowboard mit breiter Tür - Weiß Matt / Schwarz Gloss H38cm B140cm T35cm kombiniert einen matten Korpus mit einer hochglänzenden schwarzen Front. Mit einer Höhe von 38 cm und einer Tiefe von 35 cm entspricht es den klassischen Proportionen für moderne Flachbildschirme. Die breite Klappe verbirgt den Stauraum über fast die gesamte Breite.
Eine hellere Variante für Räume mit wenig Tageslicht ist das NICOLE - TV-Lowboard mit breiter Tür - Weiß Matt / Weiß Gloss H38cm B140cm T35cm. Die komplett weiße Optik lässt das Möbelstück optisch mit hellen Wänden verschmelzen. Die Montage der breiten Frontklappe erfordert hier ein präzises Einstellen der Scharniere, damit das Fugenbild auf der gesamten Länge von 140 cm parallel verläuft.
Häufige Fragen zum Aufbau und zur Technik (FAQ)
Wie hoch ist die maximale Traglast der Deckplatte? Das hängt von der inneren Konstruktion ab. Ein Lowboard mit 150 cm Breite hat meist ein oder zwei vertikale Mittelwände. Diese stützen die Deckplatte ab. In der Regel liegt die Flächenlastbarkeit bei 30 kg bis 40 kg. Schwere Röhrenfernseher sind tabu, moderne Flachbildschirme (selbst 75 Zoll wiegen oft unter 25 kg) sind statisch unbedenklich.
Kann ich Kabeldurchlässe nachträglich in die Rückwand bohren? Ja. Die 3 mm starken HDF-Rückwände lassen sich problemlos mit einer Lochsäge (Bohrkronen-Aufsatz für den Akkuschrauber, typischerweise 60 mm Durchmesser) durchbohren. Bohren Sie von innen nach außen, um ein Ausfransen der sichtbaren Innenseite zu vermeiden.
Warum schließen meine Türen mit Push-to-Open nicht richtig? Oft ist der Auswurfstift des Magnetschnäppers zu weit herausgedreht. Der Stift lässt sich durch Drehen am Gewinde in der Länge justieren. Zwischen der geschlossenen Tür und dem Korpus muss ein Spalt von ca. 2 mm bis 3 mm verbleiben, damit die Tür den nötigen Weg hat, um den Federmechanismus beim Andrücken auszulösen.
Was tun, wenn das Möbelstück wackelt? Prüfen Sie den Boden mit einer Wasserwaage. Bei unebenen Böden (Altbau) sollten Sie höhenverstellbare Möbelfüße verwenden. Diese lassen sich über ein M8- oder M10-Gewinde um einige Millimeter herausdrehen, um Bodenunebenheiten auszugleichen, bevor Sie das Möbel belasten.
Verwandte Möbelkategorien und alternative Maße
Sollte das Maß von 150 cm für Ihre Raumsituation nicht exakt passen, erfordert die Planung einen Blick auf benachbarte Dimensionen. Für kompaktere Wohnzimmer oder als Zweitgerät-Lösung im Schlafzimmer bietet sich ein Lowboard 140cm oder ein Lowboard 160cm an.
Verfügen Sie über eine sehr breite Wand und möchten eine durchgehende Medienwand gestalten, ohne Möbel aneinanderreihen zu müssen, sind größere Modelle wie das Lowboard 200 cm die technisch saubere Lösung, da hier die Deckplatte durchgehend aus einem Stück gefertigt ist. Eine Gesamtübersicht aller Konstruktionsarten und Breiten finden Sie in der Hauptkategorie TV-Lowboards & TV-Bänke.