Lowboard Eiche
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Ein Lowboard Eiche ist ein flaches, bodennahes Möbelstück, das primär als Stellfläche für Unterhaltungselektronik und Fernsehgeräte konzipiert ist und aus Holzwerkstoffen mit einer eichendekorierten Oberfläche besteht. Durch die geringe Bauhöhe von typischerweise 30 cm bis 45 cm positioniert es Bildschirme auf einer ergonomisch sinnvollen Sichthöhe für Sitzmöbel. Als zentrales Element der Wohnzimmereinrichtung kombiniert es offene Gerätefächer für Receiver oder Konsolen mit geschlossenen Stauräumen für Kabel, Datenträger und Zubehör.
Ein Lowboard ist das Fundament der modernen Medienwand – wie ein gut gegossener Sockel trägt es die Technik, ohne sich optisch in den Vordergrund zu drängen. Im Selbstaufbau-Segment bestehen diese Möbel meist aus melaminharzbeschichteten Spanplatten, die eine hohe Kratzfestigkeit aufweisen und die natürliche Maserung von Eichenholz präzise reproduzieren.
Konstruktion und Materialbeschaffenheit
Möbel für den Selbstaufbau setzen auf standardisierte Holzwerkstoffe, die eine passgenaue Verarbeitung der Bohrbilder ermöglichen. Der Korpus eines TV-Boards wird in der Regel aus 15 mm bis 18 mm starken Spanplatten gefertigt. Die sichtbaren Kanten sind mit ABS-Kanten (Acrylnitril-Butadien-Styrol) oder Melaminkanten umleimt, um den Kern vor Feuchtigkeit und Stößen zu schützen.
Die Rückwand besteht bei diesen Konstruktionen meist aus einer 3 mm starken HDF-Platte (hochdichte Faserplatte). Sie wird entweder in eine vorgefräste Nut im Korpus eingeschoben oder rückseitig aufgenagelt. Die Rückwand ist ein tragendes statisches Element: Sie gibt dem Hifi Lowboard die nötige Winkelstabilität und verhindert das seitliche Wegklappen (Scherung) des Korpus.
Holzdekore: Von Sonoma bis Wotan Eiche
Die Bezeichnung „Eiche“ bezieht sich bei diesen Kastenmöbeln auf das Dekor der Melaminharzbeschichtung. Die Industrie unterscheidet hier verschiedene optische Ausprägungen, die sich an aktuellen Einrichtungstrends orientieren:
- Sonoma Eiche: Ein sehr helles, freundliches Dekor mit einer leicht gräulichen, sägerauen Optik. Es verzeiht Staub und leichte Kratzer optisch sehr gut.
- Wotan Eiche: Ein wärmerer, kräftigerer Farbton mit deutlich sichtbaren, dunkleren Astlöchern und einer markanten Maserung. Eine Kommode Wotan Eiche wirkt rustikaler und natürlicher.
- Artisan Eiche / Wildeiche: Ähnlich der Wotan Eiche, oft mit noch stärkeren Kontrasten im Holzbild.
- Farbkombinationen: Häufig wird das Holzdekor mit Uni-Farben kombiniert, um die Fronten aufzulockern. Beliebt sind Korpusse in Eiche mit Fronten in Weiß Matt, oder umgekehrt. Auch dunkle Kontraste wie bei einem Sideboard Anthrazit Eiche werden häufig in modernen Wohnkonzepten eingesetzt.
Maße und Raumplanung
Die Auswahl der richtigen Dimensionen ist entscheidend für die Proportionen im Raum und die Stabilität der Geräte. Ein TV-Lowboard muss zwingend breiter sein als der darauf platzierte Fernseher, um eine ausgewogene Optik zu erzeugen und die Kippgefahr bei Stößen zu minimieren.
Breite
Für Bildschirme bis 50 Zoll Diagonale eignen sich kompakte Modelle. Ein Beispiel hierfür ist das GRACE - TV Schrank mit 2 Türen und 1 Regal - Sonoma Eiche H36cm B120cm T41cm. Mit einer Breite von 120 cm passt es gut in kleinere Wohnzimmer oder Jugendzimmer.
Für größere Fernsehgeräte ab 55 Zoll oder ausladende Soundbars ist eine Breite von mindestens 160 cm ratsam. Modelle wie das JANE - TV Schrank mit 2 Türen und 1 Regal - Sonoma Eiche / Weiß Matt H36cm B160cm T41cm bieten neben der breiteren Stellfläche auch mehr geschlossenen Stauraum in den Seitenfächern. Wer eine durchgehende Wandgestaltung plant, greift auf noch breitere Formate wie ein Lowboard 240 cm zurück oder reiht mehrere schmalere Elemente aneinander.
Höhe und Tiefe
Die Ergonomie beim Fernsehen diktiert die Höhe. Die Bildmitte des Fernsehers sollte sich auf Augenhöhe der sitzenden Personen befinden. Daher weisen Lowboards meist eine Höhe zwischen 35 cm und 45 cm auf. Die Modelle der GRACE- und JANE-Serien sind mit 36 cm Höhe exakt auf moderne Sofalandschaften abgestimmt.
Die Tiefe liegt standardmäßig bei rund 40 cm (wie die T41cm bei den genannten Modellen). Dieses Maß bietet ausreichend Platz für die Standfüße großer Fernseher und ermöglicht das Unterbringen von AV-Receivern, deren Gehäuse oft eine Tiefe von 30 cm bis 35 cm beanspruchen. So bleibt an der Rückseite noch genügend Raum für die Stecker der HDMI- und Stromkabel.
Beschlagtechnik und Möbelteile
Für den Heimwerker ist das Verständnis der verbauten Beschläge essenziell für einen reibungslosen Aufbau und eine dauerhafte Funktion der Türen und Klappen.
Topfbänder (Scharniere)
Die Drehtüren eines Lowboards werden mit verdeckten Topfscharnieren (Topfbändern) am Korpus befestigt. Bei Standardmöbeln kommt meist ein Topfband mit einem Bohrloch-Durchmesser von 35 mm zum Einsatz. Der Öffnungswinkel beträgt in der Regel 110°, was einen bequemen Zugriff auf den Innenraum gewährt.
Man unterscheidet bei der Montage die Anschlagart:
- Eckanschlag (aufliegend): Die Tür liegt im geschlossenen Zustand komplett vor der Korpusseite. Dies ist die häufigste Bauform bei flächigen Fronten.
- Mittelanschlag (halb aufliegend): Zwei Türen teilen sich eine Mittelwand. Das Scharnier ist gekröpft.
- Innenanschlag (innenliegend): Die Tür schließt bündig mit der Vorderkante der Korpusseiten ab.
Nach der Montage müssen die Türen über die Stellschrauben am Topfband justiert werden. Die vordere Schraube am Scharnierarm reguliert die Fugenbreite (Seitenverstellung), die hintere Schraube variiert den Abstand der Tür zum Korpus (Tiefenverstellung), und die Kreuzmontageplatte erlaubt durch Lösen der Befestigungsschrauben die Höhenverstellung (meist +/- 2 mm).
Korpusverbinder
Der Zusammenbau der Platten erfolgt über ein System aus Holzdübeln (typischerweise 8 x 30 mm) und Exzenterverbindern (oft als Minifix bekannt). Der Holzdübel übernimmt die exakte Positionierung und nimmt Scherkräfte auf. Der Exzenterverbinder zieht die Platten kraftschlüssig zusammen. Dazu wird ein Einschraubbolzen mit einem PZ2-Schraubendreher in das vorgebohrte 5 mm Loch der einen Platte gedreht. In der Gegenplatte sitzt das Exzentergehäuse in einer 15 mm Bohrung. Durch eine halbe Drehung des Exzenters greift dieser den Kopf des Bolzens und zieht die Bauteile fest aneinander.
Um die sichtbaren Exzentergehäuse im Innenraum nach dem Aufbau zu verdecken, kommen Selbstklebende Abdeckkappen Eiche zum Einsatz. Diese fügen sich optisch in das Dekor der Innenwände ein.
Stehende vs. hängende Montage
Ein Lowboard Eiche kann je nach Konstruktion bodenstehend oder schwebend montiert werden.
Bodenstehende Lowboards
Die stehende Variante wird mit flachen Kunststoffgleitern oder Möbelfüßen ausgestattet. Die Füße entkoppeln das Holz vom Fußboden und schützen die Kanten beim Verrücken vor Abrieb. Zudem verhindern sie das Aufsteigen von Wischwasser in die Spanplatte. Die Montage ist simpel: Das Möbelstück wird aufgebaut und an den gewünschten Ort geschoben.
Hängende Lowboards (Hängeboard)
Der Suchbegriff „Lowboard hängend“ zeigt den Trend zu schwebenden Möbeln. Ein Hängeboard Eiche erleichtert die Bodenreinigung und wirkt optisch leichter. Für die Wandmontage sind Schwerlastaufhänger erforderlich, die in die Korpusseiten eingelassen oder aufgeschraubt werden. Diese greifen in eine an der Wand verschraubte Trägerschiene.
Wichtig für den Heimwerker: Die Wandbeschaffenheit diktiert das Befestigungsmaterial.
- Bei massivem Mauerwerk (Beton, Vollziegel) reichen Standard-Spreizdübel (z. B. 8 mm oder 10 mm) mit passenden Sechskantschrauben.
- Bei Trockenbauwänden (Gipskarton) müssen zwingend Hohlraum-Metalldübel verwendet werden, die sich hinter der Platte aufspreizen. Die Tragkraft der Wand muss das Eigengewicht des Möbels (oft 25 kg - 40 kg) plus die Zuladung (Fernseher, Geräte) von weiteren 20 kg - 30 kg sicher aufnehmen können.
Aufbau-Tipps für den Heimwerker
Der Aufbau eines Lowboard Modern erfordert Systematik. Folgende Werkzeuge sollten bereitliegen:
- Akkuschrauber mit Drehmomentbegrenzung
- Kreuzschlitz-Bits (PZ2 für Verbinder, PH2 für feine Schrauben)
- Gummihammer (für Holzdübel)
- Wasserwaage
- Zollstock und Bleistift
Schritt-für-Schritt-Ansatz:
- Vorbereitung: Sortieren Sie alle Beschläge (Schrauben, Dübel, Scharniere) vorab in kleine Schalen. Prüfen Sie die Holzbauteile anhand der Stückliste.
- Dübeln: Leimen Sie die Holzdübel nicht ein, es sei denn, die Anleitung verlangt es explizit. Das System aus Exzenterverbindern ist so konzipiert, dass es ohne Leim auskommt, was eine spätere Demontage bei einem Umzug ermöglicht.
- Korpusmontage: Legen Sie den Unterboden flach auf einen sauberen Teppich oder die geöffnete Kartonage, um Kratzer am Dekor zu vermeiden. Setzen Sie die Seiten- und Mittelwände auf und fixieren Sie die Exzenterverbinder.
- Rückwand: Bevor die Rückwand genagelt wird, muss der Korpus im Winkel sein. Messen Sie die beiden Diagonalen des Korpus mit einem Zollstock. Sind beide Maße exakt gleich (z. B. 145,5 cm), ist der Korpus rechtwinklig. Erst dann die Rückwand fixieren.
- Türen: Montieren Sie die Kreuzmontageplatten im Korpus und die Topfbänder in den Türen. Klippen oder schrauben Sie die Türen ein und justieren Sie das Fugenbild.
Erweiterung der Wohnlandschaft
Ein Lowboard steht selten allein. Um ein harmonisches Gesamtbild im Raum zu erzeugen, wird es oft mit Möbeln aus der gleichen Dekor-Familie kombiniert. Wer ein TV-Board in Sonoma Eiche wählt, kann den Stauraum im Wohn- oder Essbereich mit einer Sonoma Eiche Kommode erweitern. Je nach Platzbedarf bieten sich hier Modelle wie die Sonoma Eiche Kommode 4 Schubladen oder für maximalen Stauraum die Sonoma Eiche Kommode 8 Schubladen an.
Die durchgehende Verwendung eines Dekors bringt Ruhe in die Raumgestaltung. Schrauben und Beschläge sind bei diesen Serien oft identisch, was den Aufbau nach dem ersten Möbelstück deutlich beschleunigt.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie viel Abstand braucht das Lowboard zur Wand für die Kabelführung?
Wenn das Lowboard Eiche keine speziellen Aussparungen in der Deckplatte hat, sollten Sie es etwa 3 cm bis 5 cm von der Wand entfernt aufstellen. Dies bietet ausreichend Platz, um starre HDMI-Kabel und Stromstecker vom Fernseher hinter das Möbelstück zu den Geräten zu führen, ohne die Kabel abzuknicken.
Kann ich ein stehendes Lowboard nachträglich an die Wand hängen?
Das hängt von der Konstruktion ab. Ein Möbelstück, das primär als Standmöbel konzipiert ist (wie die GRACE oder JANE Modelle), verfügt oft nicht über die nötigen Schwerlastaufhänger in den Korpusseiten und der Rückwand. Das Eigengewicht würde bei einer einfachen Verschraubung durch die dünne Rückwand zum Ausreißen führen. Nutzen Sie für die Wandmontage ausschließlich Modelle, die explizit als hängendes Lowboard deklariert sind und über entsprechende Stahl-Aufhängebeschläge verfügen.
Wie pflege ich die Melamin-Oberfläche im Eichendekor?
Melaminharzbeschichtete Spanplatten sind extrem pflegeleicht. Staub lässt sich mit einem trockenen oder nebelfeuchten Baumwolltuch entfernen. Verwenden Sie keine Mikrofasertücher, da diese auf Dauer feine Mikrokratzer in der Beschichtung hinterlassen können, die die Oberfläche stumpf wirken lassen. Scharfe Reinigungsmittel oder Scheuermilch sind tabu; bei hartnäckigen Flecken reicht etwas verdünntes Spülmittel.
Wie stelle ich die Türen ein, wenn sie schleifen?
Das Schleifen einer Tür am Unterboden beheben Sie über die Höhenverstellung des Topfbands. Lösen Sie die beiden Befestigungsschrauben der Kreuzmontageplatte (die Platte, die an der Korpusinnenwand sitzt) leicht an. Schieben Sie die Tür mitsamt Scharnier 1 mm bis 2 mm nach oben und ziehen Sie die Schrauben wieder handfest an.
Welche Tragkraft hat der Oberboden eines TV-Boards?
Ein Standard-Lowboard aus 15 mm bis 16 mm Spanplatte hält einer mittigen Punktbelastung von etwa 25 kg bis 30 kg stand. Wenn das Board breiter als 120 cm ist, wird der Oberboden meist durch senkrechte Mittelwände abgestützt (wie beim 160 cm breiten JANE-Modell). Dadurch erhöht sich die Tragkraft auf 40 kg bis 50 kg, was für moderne Flachbildfernseher (die selten mehr als 15 kg bis 25 kg wiegen) absolut ausreichend ist.
Was ist der Unterschied zwischen Wotan Eiche und Sonoma Eiche?
Sonoma Eiche ist ein sehr helles, leicht gräulich-beiges Dekor mit einer feinen, sägerauen Struktur. Es wirkt zurückhaltend. Wotan Eiche hingegen ist deutlich dunkler, wärmer im Farbton (Richtung Honig) und weist markante, dunkle Risse und Astlöcher im Druckbild auf. Wer eine Kommode Eiche sucht, die massiv und rustikal wirkt, greift eher zu Wotan Eiche.