Lowboard für die Esszimmer — Maße, Lösungen, Ideen
Ein Lowboard ist ein halbhohes Möbelstück mit einer typischen Höhe von 25 cm bis 50 cm, das im Esszimmer als kompakter Stauraum für Geschirr und als Ablagefläche dient.
Während hohe Schränke oder wuchtige Vitrinen einen Raum schnell erdrücken, schafft ein niedriges Möbelstück optische Weite. Ein langes Lowboard wirkt an der Wand wie ein ruhiger Horizontstrich, der den Raum optisch in die Breite zieht. Gerade im Esszimmer bietet es eine praktische Balance aus geschlossenem Stauraum und einer offenen Präsentationsfläche für Dekoration, Leuchten oder eine Musikanlage.
Maße & Eignung: Die richtige Größe für das Esszimmer
Die Wahl der richtigen Dimensionen hängt von der Wandlänge und dem geplanten Inhalt ab. Die Tiefe eines klassischen Lowboards liegt meist zwischen 35 cm und 45 cm. Dies reicht aus, um Speiseteller, Schüsseln oder Tischwäsche flachliegend zu verstauen.
Bei der Breite gibt es große Spielräume, die sich nach der Raumgröße richten:
- Kompakte Räume: Modelle mit 140 cm Breite passen an kurze Wände oder zwischen Fenster. Sie bieten Platz für das Wesentliche, ohne Laufwege um den Esstisch zu blockieren.
- Große Esszimmer: Breiten von 240 cm oder 250 cm füllen lange Wände harmonisch aus. Hier werden oft mehrere Korpusse aneinandergereiht oder durchgehende Abdeckplatten verwendet.
Die Höhe variiert. Stehende Modelle mit Beinen erreichen oft 40 cm bis 50 cm. Hängende Varianten können auf einer beliebigen, ergonomischen Höhe montiert werden. Werden im Esszimmer auch Bildschirme oder Monitore für Präsentationen oder Unterhaltung genutzt, eignen sich klassische TV-Lowboards & TV-Bänke, da diese oft bereits über Kabeldurchlässe in der Rückwand verfügen.
Wie wählen: Materialien, Farben und Beschläge
Beim Selbstaufbau spielen die verwendeten Materialien eine zentrale Rolle für die Stabilität. Der Korpus besteht meist aus einer Spanplatte mit Melaminharzbeschichtung oder aus MDF. Diese Werkstoffe sind formstabil und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, was im Essbereich von Vorteil ist.
Farbgestaltung und Raumwirkung
Die Farbe des Möbels beeinflusst die Atmosphäre maßgeblich.
- Weiß: Reflektiert das Licht und lässt schmale Esszimmer größer wirken.
- Beige: Wirkt wärmer als reines Weiß und harmoniert gut mit natürlichen Holzfußböden.
- Grau: Ein sachlicher Ton, der sich gut in industrielle oder sehr moderne Wohnkonzepte einfügt.
Oft wird das Lowboard farblich auf die Sitzmöbel abgestimmt. Ein graues Möbelstück bildet eine ruhige Basis für Moderne Esszimmerstühle in kräftigen Farben. So setzen beispielsweise Esszimmerstühle Gelb einen starken Kontrast zu anthrazitfarbenen oder grauen Fronten. Wer es dezenter mag, kombiniert ein weißes Board mit Beige Esszimmerstühle oder greift das Grau des Möbels durch Esszimmerstühle Grau am Tisch wieder auf.
Technische Details: Auszüge und Scharniere
Ein Lowboard im Esszimmer muss Gewicht tragen. Ein Stapel Keramikteller wiegt schnell mehrere Kilogramm.
- Schubladen: Achten Sie auf den Führungstyp. Ein Teilauszug lässt sich nur zu etwa 75 % öffnen, was den Zugriff auf Teller im hinteren Bereich erschwert. Ein Vollauszug hingegen gibt den gesamten Schubkasten frei. Für Geschirr empfehlen sich Führungsschienen mit einer Tragkraft von mindestens 30 kg.
- Türen: Diese werden in der Regel mit einem Topfband am Korpus befestigt. Das Standardmaß für die Topfbohrung in der Tür beträgt 35 mm. Für ein leises Schließen sorgt eine integrierte Dämpfung.
- Klappen: Öffnen nach unten. Hier ist ein Klappenhalter zwingend erforderlich, der das Gewicht der Front abfängt und ein ungebremstes Herunterfallen verhindert.
Lösungen und Ideen für den Aufbau
Der Aufbau eines Lowboards erfordert systematisches Vorgehen. Legen Sie sich das nötige Werkzeug bereit: Akkuschrauber, Kreuzschlitz-Schraubendreher (Größe PZ2 für die meisten Beschläge), Gummihammer und eine Wasserwaage.
Schritt-für-Schritt zur stabilen Konstruktion
- Verbindungen setzen: Die meisten Bausätze nutzen den Exzenterverbinder in Kombination mit Holzdübeln. Schlagen Sie die Dübel vorsichtig mit dem Gummihammer ein.
- Korpus montieren: Verbinden Sie Boden, Seitenwände und Deckel. Ziehen Sie die Exzenter mit einem Schraubendreher handfest an.
- Rückwand einschieben: Diese wird oft in eine gefräste Nut geschoben oder von hinten genagelt. Sie gibt dem Möbelstück die nötige Winkelstabilität.
- Beschläge justieren: Montieren Sie die Kreuzmontageplatte an den Seitenwänden und klicken Sie die Scharniere ein. Über die Stellschrauben am Scharnierarm lässt sich das Fugenbild exakt ausrichten.
Hängende vs. stehende Montage
Ein hängendes Lowboard erleichtert die Bodenreinigung unter dem Möbelstück. Die Wandmontage erfordert jedoch massive Wände (Ziegel oder Beton) und Schwerlastdübel. Bei Trockenbauwänden muss die Befestigung zwingend im Ständerwerk erfolgen. Stehende Modelle ruhen auf Sockelfüßen. Ein verstellbares Gewinde (meist M8 oder M10) an den Füßen hilft, Unebenheiten im Boden auszugleichen.
Wenn das Lowboard auch Medientechnik beherbergen soll, ist eine geplante Kabelführung wichtig. Ein spezielles Lowboard Für TV bringt die nötigen Aussparungen oft schon mit. Für schwere, nach oben öffnende Klappen an darüberliegenden Hängeschränken benötigen Sie passende Gasdruckdämpfer für Schwere Klappen. Achten Sie bei der Auswahl auf die korrekte Angabe in Newton, die exakt auf das Gewicht und die Höhe der Klappe abgestimmt sein muss.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie breit sollte ein Lowboard im Esszimmer maximal sein? Die Breite ist nur durch die Wandlänge begrenzt. Ab einer Breite von 200 cm bis 250 cm bestehen Lowboards aus statischen Gründen meist aus zwei oder drei separaten Korpussen, die nebeneinandergestellt und verschraubt werden.
Welcher Auszug ist für schweres Geschirr sinnvoll? Für Teller und Töpfe ist eine Kugelführung oder eine verdeckte Unterflurführung als Vollauszug ideal. So lässt sich die Schublade zu 100 % herausziehen. Die Tragkraft sollte zwischen 30 kg und 45 kg liegen.
Was ist der Unterschied zwischen Soft-Close und Push-to-Open? Soft-Close ist eine Dämpfung, die Türen und Schubladen auf den letzten Zentimetern abbremst und leise zuzieht. Push-to-Open ist ein mechanischer Auswerfer für grifflose Fronten: Durch Druck auf die Front springt diese ein Stück auf. Beide Mechanismen sind technisch gegensätzlich und lassen sich bei Standardbeschlägen nicht kombinieren.