Lowboard für das Büro — Maße, Lösungen, Ideen

Ein Lowboard im Büro ist ein maximal 60 cm hohes Aufbewahrungsmöbel, das als Technik-Station für Drucker, Router und Akten dient und durch seine geringe Bauhöhe den Raum optisch streckt.

Während klassische Aktenschränke oft wuchtig wirken und viel Wandfläche beanspruchen, verlagert ein niedriges Möbelstück den Stauraum in die Horizontale. Ein gut geplantes Büro gleicht einem Schweizer Taschenmesser – kompakt, aber für jede Aufgabe gerüstet. Genau diese Funktion übernimmt das Lowboard im Arbeitszimmer. Es verbirgt Kabel, bietet Ablagefläche für Peripheriegeräte und schafft eine klare Raumstruktur.

Maße und Raumplanung für das Arbeitszimmer

Die Wahl der richtigen Dimensionen hängt von der Wandlänge und der geplanten Nutzung ab. Im Gegensatz zum Wohnzimmer, wo meist der Fernseher im Mittelpunkt steht, muss ein Büro-Lowboard vor allem funktionale Hardware und Büromaterial aufnehmen.

  • Breite: Für kompakte Home-Office-Ecken ist ein Lowboard 140 cm oft das ideale Maß. Es bietet ausreichend Fläche für einen Netzwerkdrucker und eine Ladestation. Steht eine lange Wand zur Verfügung, kann ein Lowboard 250 cm als dominierendes Element eingesetzt werden, das den gesamten Stauraumbedarf des Raumes deckt.
  • Tiefe: Standard-Lowboards weisen meist eine Tiefe von 40 cm bis 45 cm auf. Wenn Sie Standard-Aktenordner (Leitz-Ordner) stehend lagern möchten, benötigen Sie eine nutzbare Innentiefe von mindestens 29 cm und eine lichte Innenhöhe von 32 cm.
  • Höhe: Mit einer typischen Höhe zwischen 30 cm und 55 cm schließt das Möbelstück deutlich unterhalb der Tischkante eines Standard-Büroschreibtisch (ca. 72 cm bis 75 cm) ab. Das sorgt für eine offene Raumwirkung.

Material, Beschläge und Aufbau

Die Selbstmontage eines Lowboards erfordert präzises Arbeiten, ist aber mit grundlegendem Werkzeug problemlos zu bewältigen. Die meisten Korpusse bestehen aus Spanplatte oder MDF (Mitteldichte Holzfaserplatte), die mit einer robusten Melaminharzbeschichtung versehen sind. Diese Oberfläche ist kratzfest und widersteht dem harten Büroalltag.

Benötigtes Werkzeug für die Montage

  • Akkuschrauber mit Bit-Set (insbesondere PZ2 und TX20)
  • Wasserwaage (mindestens 60 cm Länge)
  • Zollstock und Bleistift
  • Gummihammer für Holzdübel

Rechnen Sie für den Aufbau eines mittelgroßen Modells mit einer Arbeitszeit von ca. 1,5 bis 2 Stunden. Achten Sie beim Einsetzen der Schubladen auf die Art der Führung. Ein Vollauszug erlaubt es, die Schublade zu 100 % herauszuziehen – ideal, um an Büromaterial im hinteren Bereich zu gelangen. Bei den Türen kommen meist Topfbänder mit einem Topfdurchmesser von 35 mm zum Einsatz. Wenn die Tür bündig mit der Korpusseite abschließen soll, wird ein Eckanschlag verwendet.

Lösungen für Technik und Kabelmanagement

Das Büro ist ein Ort der Kabel: Strom, Netzwerkkabel, USB-Verbindungen. Ein Lowboard eignet sich hervorragend, um diese Infrastruktur unsichtbar zu organisieren.

Viele Modelle verfügen über offene Fächer oder Rückwände mit vorgebohrten Löchern. Sollte Ihr Wunschmodell keine Kabeldurchlässe haben, können Sie diese mit einer Lochsäge (typischerweise 60 mm Durchmesser) selbst in die Rückwand bohren. Ergänzend dazu hilft eine Kabeldurchführung für Schreibtisch, um Leitungen vom Schreibtisch geordnet zum Lowboard zu führen, wo Router oder Mehrfachsteckdosen im Inneren verstaut sind.

Für schwere Technik, wie beispielsweise Server-Komponenten, USV-Anlagen oder große Laserdrucker, lohnt sich der Blick auf ein robusteres Hifi Lowboard. Diese sind statisch oft so konstruiert, dass sie hohe Punktlasten von 40 kg und mehr auf der Deckplatte tragen können, ohne dass sich das Material durchbiegt.

Farbkonzepte: Von Beige bis Betonoptik

Die Farbe des Lowboards beeinflusst die Atmosphäre im Arbeitszimmer maßgeblich. Da Konzentration und Ruhe im Fokus stehen, sind unaufgeregte Dekore die beste Wahl.

Ein TV Lowboard Beige oder Modelle in klassischem Weiß reflektieren das Tageslicht und lassen kleine Räume größer wirken. Sie fügen sich nahtlos in moderne, skandinavisch inspirierte Arbeitszimmer ein. Wer einen industriellen oder sehr modernen Look bevorzugt, greift zu einem Lowboard Betonoptik. Dieses Dekor ist unempfindlich gegen Fingerabdrücke und bildet einen starken optischen Kontrast zu weißen Wänden oder Zimmerpflanzen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Passen Standard-Aktenordner in ein Lowboard? Das hängt von der Innenaufteilung ab. Ein Standard-Ordner benötigt stehend mindestens 32 cm Höhe und 29 cm Tiefe. Viele Lowboards sind primär für flache Technik konzipiert. Messen Sie vor dem Aufbau die Abstände der Einlegeböden, oft lässt sich das System 32 (die Lochreihe an den Seitenwänden) nutzen, um die Böden passend für Ordner in der Höhe zu verstellen.

Wie viel Gewicht trägt ein Lowboard im Büro? Die Tragkraft der Deckplatte liegt bei gängigen Modellen aus melaminbeschichteter Spanplatte (16 mm Stärke) meist zwischen 30 kg und 50 kg. Bei Breiten über 140 cm sind oft stützende Mittelfüße oder vertikale Zwischenwände im Korpus verbaut, um ein Durchbiegen zu verhindern.

Kann ich das Lowboard auch an die Wand hängen? Ja, viele Modelle sind als Hänge-Lowboard (schwebend) konstruiert. Hierfür wird zwingend massives Mauerwerk (Beton oder Ziegel) und passendes Befestigungsmaterial (Schwerlastdübel) benötigt. Bei Trockenbauwänden (Gipskarton) müssen spezielle Hohlraumdübel verwendet werden, und die Traglast ist stark eingeschränkt. Für schwere Drucker empfiehlt sich im Büro immer die stehende Montage auf Möbelfüßen.

Wie richte ich die Türen des Lowboards nach dem Aufbau aus? Die Ausrichtung erfolgt über die Justierschrauben am Topfband. Mit der vorderen Schraube am Scharnierarm verstellen Sie die Tür nach links oder rechts (Fugenbild). Die hintere Schraube auf der Montageplatte reguliert die Tiefe, also den Abstand der Tür zum Korpus.

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