Hochglanz-Wohnwand FAME: Modernes Design & maximaler Stauraum
Eine Wohnwand ist ein modulares Möbelkonzept, das Stauraum, TV-Integration und Präsentationsfläche in einer aufeinander abgestimmten Schrankkombination vereint. Bei modernen Ausführungen wie der Serie FAME dominieren glatte Fronten, grifflose Mechanismen und eine klare geometrische Aufteilung. Für den Heimwerker bedeutet der Aufbau einer solchen Schrankwand ein Projekt, das präzise Planung, exaktes Messen und das richtige Werkzeug erfordert, um am Ende ein fluchtendes und stabiles Ergebnis an der Wand zu haben.
Dieser Ratgeber führt detailliert durch die technischen Eigenschaften moderner Wohnwände, die Auswahlkriterien für den heimischen Raum und liefert eine fundierte Anleitung für die sichere Selbstmontage.
Typen und Konfigurationen moderner Wohnwände
Wohnwände haben sich von massiven, durchgehenden Schrankblöcken zu leichten, modularen Systemen entwickelt. Die einzelnen Elemente lassen sich flexibel anordnen, was eine individuelle Anpassung an den Grundriss ermöglicht.
Hängende vs. stehende Elemente
Eine hängende Montage verleiht der Wohnwand eine schwebende Optik und erleichtert die Bodenreinigung. Hängeschränke erfordern jedoch eine tragfähige Wand (Mauerwerk oder fachgerecht verstärkte Trockenbauwand) und Schwerlastdübel. Stehende Elemente, oft als Lowboard für den Fernseher ausgeführt, leiten das Gewicht direkt in den Boden ab und eignen sich für sehr schwere Geräte oder Büchersammlungen. Oft werden beide Systeme kombiniert: Ein stehendes Lowboard bildet die Basis, während Hängeschränke den vertikalen Raum nutzen.
Das Lowboard (TV-Board)
Das Lowboard ist das Zentrum der Wohnwand. Es bietet eine breite, niedrige Stellfläche für den Fernseher und integriert Fächer für Receiver, Konsolen oder Verstärker. Technisch wichtig sind hier Aussparungen in der Rückwand zur Kabelführung. Ein Wohnzimmerschrank Mit Viel Stauraum im unteren Bereich wird meist durch breite Schubladen realisiert, die auf robusten Führungsschienen laufen.
Vitrinen und Highboards
Vitrinen lockern die massive Front auf. Sie nutzen Glaseinsätze, um dekorative Objekte zu präsentieren. Technisch werden hier oft spezielle Glasscharniere eingesetzt. Highboards sind halbhohe Schränke, die mehr Volumen bieten als ein Lowboard, den Raum aber nicht so erdrücken wie ein deckenhoher Schrank.
Offene Regalelemente (Wandboards)
Wandboards dienen als verbindende Elemente zwischen den geschlossenen Korpus-Teilen. Sie werden meist mit verdeckten Tablarträgern montiert, die in die Wand gebohrt und in den Regalboden eingeschoben werden, sodass keine Halterung sichtbar bleibt.
Materialien und Oberflächen
Die Stabilität und die Optik einer Wohnwand hängen maßgeblich von den verwendeten Trägermaterialien und Beschichtungen ab.
Trägermaterialien: Spanplatte und MDF
Der Korpus der meisten Wohnwände besteht aus einer Spanplatte. Diese ist formstabil, verzieht sich nicht und bietet eine gute Ausreißfestigkeit für Schrauben, sofern diese korrekt gesetzt werden. Für die Fronten, insbesondere wenn diese gefräst oder mit einer Hochglanzfolie nahtlos überzogen werden, kommt MDF (Mitteldichte Holzfaserplatte) zum Einsatz. MDF hat eine feinere Struktur als die Spanplatte, was glattere Kanten und eine homogenere Oberfläche für Lackierungen oder Folierungen ermöglicht.
Oberflächen: Hochglanz, Matt und Dekore
Eine Wohnwand Weiß Hochglanz reflektiert das einfallende Licht und lässt den Raum optisch größer wirken. Technisch wird dieser Effekt durch eine dicke PET-Folie oder eine Mehrschichtlackierung auf der MDF erreicht.
Neben Hochglanz sind matte Oberflächen (oft mit Anti-Fingerprint-Beschichtung) sowie Holz- und Betonoptiken verbreitet. Holzdekore wie Eiche Sonoma oder Wotan Eiche werden durch eine Melaminharzbeschichtung erzeugt. Dabei wird ein bedrucktes Dekorpapier mit Kunstharz getränkt und unter Hitze auf die Spanplatte gepresst. Diese Oberfläche ist extrem kratzfest und wasserabweisend. Auch Materialmixe sind populär, etwa ein weißer Hochglanzkorpus kombiniert mit Fronten in Betonoptik oder dunklem Holz.
Wie wählen: Planung und Auswahlkriterien
Bevor die Entscheidung für eine Designer Wohnwand fällt, müssen die räumlichen Gegebenheiten exakt vermessen werden.
Raummaße und Proportionen
Messen Sie die verfügbare Wandbreite und -höhe. Berücksichtigen Sie dabei Fußleisten, da diese verhindern, dass stehende Elemente bündig an die Wand geschoben werden können, es sei denn, das Möbelstück hat einen entsprechenden Rücksprung. Zwischen den einzelnen Hängeschränken sollte ein Abstand von mindestens 10 cm bis 15 cm eingehalten werden, damit die Module optisch wirken können und Platz für die Justierung der Türen bleibt.
TV-Größe und Sitzabstand
Das Lowboard muss breiter sein als der Fernseher, andernfalls wirkt die Proportion unausgewogen. Ein 65-Zoll-Fernseher hat eine Breite von etwa 145 cm; das darunterliegende Lowboard sollte mindestens 180 cm bis 200 cm breit sein. Die Höhe des Lowboards bestimmt die Sichthöhe. Bei einer typischen Sitzhöhe auf dem Sofa sollte die Mitte des Bildschirms auf etwa 90 cm bis 100 cm Höhe liegen.
Stauraumbedarf und Technikintegration
Analysieren Sie, was verstaut werden muss. Für Aktenordner benötigen Sie eine lichte Fachhöhe von mindestens 32 cm. Für Technikkomponenten muss die Tiefe des Lowboards ausreichend sein (oft sind Receiver tiefer als Standard-Bücherregale). Planen Sie die Kabelführung im Voraus. Eine Kabeldurchführung Weiß im Oberboden des Lowboards ermöglicht es, Kabel unsichtbar in den Korpus zu leiten.
Raumlösungen und Anwendungen
Eine modulare Wohnwand Weiß lässt sich nicht nur im klassischen Wohnzimmer einsetzen. Die einzelnen Komponenten können raumübergreifend genutzt werden, um ein durchgängiges Wohnkonzept zu schaffen.
Übergang zum Essbereich
Wenn Wohn- und Esszimmer in einem offenen Grundriss verschmelzen, kann das Design der Wohnwand im Essbereich fortgeführt werden. Ergänzen Sie die Schrankwand durch eine passende Weiße Gloss Kommode. Sideboards im gleichen Hochglanz-Finish bieten Platz für Geschirr und Tischwäsche und schaffen eine optische Verbindung zwischen den Zonen.
Nutzung in Flur und Garderobe
Einzelne Elemente einer Wohnwand-Serie, wie schmale Hängeschränke oder Wandboards, lassen sich hervorragend im Eingangsbereich nutzen. Auch Schuhschränke Weiß Hochglanz fügen sich nahtlos in ein modernes, griffloses Designkonzept ein und sorgen für einen hellen, aufgeräumten Flur.
Montage und Technik: Der Aufbau für Heimwerker
Der Aufbau einer mehrteiligen Wohnwand Hochglanz ist ein anspruchsvolles DIY-Projekt. Die Wasserwaage ist bei der Hängemontage das absolute Maß der Dinge – ein Millimeter Abweichung am ersten Schrank potenziert sich am Ende der Zeile zu einem deutlich sichtbaren Spalt.
Benötigtes Werkzeug
- Akkuschrauber mit Bits (PZ, PH, TX und Inbus)
- Bohrhammer (für Beton-/Ziegelwände) mit passendem Steinbohrer (meist 8 mm oder 10 mm)
- Lange Wasserwaage (mindestens 80 cm) und Zollstock
- Gummihammer für Holzdübel
- Schraubendreher (Kreuzschlitz) für die Feinjustierung der Scharniere
- Leitungs- und Ortungsgerät (um keine Strom- oder Wasserleitungen anzubohren)
1. Korpusmontage
Der Aufbau beginnt mit den Korpussen. Diese werden meist flach auf dem Boden liegend montiert. Nutzen Sie den sauberen Karton als Unterlage, um Kratzer an den Bauteilen zu vermeiden. Die Verbindung der Spanplatten erfolgt in der Regel über Holzdübel und Exzenterverbinder. Schlagen Sie die Holzdübel mit dem Gummihammer in die vorgebohrten Löcher. Drehen Sie die Metallstifte der Exzenterverbinder in die entsprechenden Gewinde. Fügen Sie die Platten zusammen und ziehen Sie das Exzentergehäuse mit einem Schraubendreher im Uhrzeigersinn fest, bis die Verbindung bündig und starr ist.
Die Rückwand ist entscheidend für die Winkelstabilität (Aussteifung) des Schrankes. Messen Sie die Diagonalen des Korpus (von Ecke zu Ecke). Sind beide Diagonalen auf den Millimeter identisch, ist der Schrank im rechten Winkel. Nageln oder schrauben Sie erst dann die Rückwand fest.
2. Wandmontage der Hängeschränke
Hängeschränke werden meist über verstellbare Schrankaufhänger montiert, die im Inneren des Korpus in den oberen Ecken sitzen.
- Bohren Sie die Löcher für die Aufhängeschiene oder die Wandhaken in die Wand. Verwenden Sie für Mauerwerk oder Beton Dübel mit 8 mm oder 10 mm Durchmesser und passende Sechskant- oder Torx-Schrauben.
- Hängen Sie den Korpus in die Wandschiene ein.
- Im Inneren des Schrankes befinden sich an den Aufhängern zwei Stellschrauben. Mit der einen Schraube regulieren Sie die Höhe (um den Schrank exakt ins Wasser zu bringen), mit der anderen ziehen Sie den Schrank fest an die Wand, bis er bündig anliegt.
3. Scharniere und Frontenjustierung
Die Türen werden mit Topfscharnieren, auch Topfband genannt, befestigt. Der Standarddurchmesser für die Bohrung in der Tür (den Topf) beträgt 35 mm. Bei modernen Wohnwänden kommen oft Scharniere mit integrierter Dämpfung (Soft-Close) zum Einsatz.
Je nach Konstruktion des Schrankes benötigen Sie unterschiedliche Anschlagarten:
- Eckanschlag: Die Tür liegt komplett auf der Korpusseite auf.
- Mittelanschlag: Zwei Türen teilen sich eine Korpusmittelseite (halb aufliegend).
- Innenanschlag: Die Tür schlägt innerhalb des Korpus ein.
Nach dem Einclipsen der Scharniere auf die Kreuzmontageplatte im Korpus muss das Spaltmaß (die Fuge zwischen den Türen) eingestellt werden. Ein Topfband lässt sich in drei Dimensionen (3D) justieren:
- Tiefenverstellung: Löst man die hintere Schraube an der Montageplatte leicht, lässt sich die Tür näher an den Korpus schieben oder davon abrücken.
- Höhenverstellung: Über die Schrauben der Montageplatte kann die Tür um einige Millimeter nach oben oder unten verschoben werden.
- Seitenverstellung: Die vordere Einstellschraube am Gelenkarm bewegt die Tür nach links oder rechts. Drehen im Uhrzeigersinn verringert den Spalt zur Schrankmitte.
4. Schubladen und Auszüge
Bei Lowboards werden häufig Schubladen verbaut. Die Führungsschienen werden an den Korpusinnenseiten im System 32 (Lochreihen mit 32 mm Abstand) verschraubt. Ein Vollauszug erlaubt es, die Schublade zu 100 % aus dem Korpus zu ziehen, was den Zugriff auf den hinteren Bereich massiv erleichtert. Moderne Systeme nutzen oft eine Unterflurführung, bei der die Technik unsichtbar unter dem Schubladenboden verborgen liegt.
Für grifflose Designs (wie bei der FAME Serie) kommt oft Push-to-Open zum Einsatz. Ein Druck auf die Front löst eine Feder aus, welche die Schublade ein Stück aufstößt. Wichtig: Push-to-Open und Soft-Close (Dämpfung) sind mechanisch gegensätzliche Prinzipien und lassen sich bei Standard-Schienen nicht kombinieren.
5. Klappen und Gasdruckdämpfer
Nach oben oder unten öffnende Klappen erfordern spezielle Beschläge. Ein nach unten öffnendes Fach (oft beim Lowboard) benötigt Klappenhalter, die ein hartes Durchschlagen verhindern. Nach oben öffnende Klappen (bei Hängeschränken) werden mit einer Gasdruckfeder offengehalten. Die Kraft dieser Dämpfer wird in Newton (N) angegeben. Typische Werte liegen zwischen 50 N und 150 N. Ein Gasdruckdämpfer Weiß muss exakt auf das Gewicht und die Höhe der MDF-Front abgestimmt sein. Ist der Dämpfer zu stark (z. B. 150 N für eine kleine Klappe), lässt sich die Tür kaum schließen. Ist er zu schwach, fällt die Klappe wieder zu.
Pflege und Wartung von Hochglanzfronten
Hochglanzfronten aus MDF mit PET-Folie oder Lackierung sind empfindlich gegenüber Mikrokratzern. Verwenden Sie niemals Mikrofasertücher, da diese wie feines Schleifpapier wirken und die Oberfläche auf Dauer ermatten lassen. Nutzen Sie stattdessen weiche Baumwolltücher oder Fensterleder. Zur Reinigung genügt lauwarmes Wasser mit einem Tropfen mildem Spülmittel. Vermeiden Sie scharfe Reiniger, Scheuermilch oder lösungsmittelhaltige Produkte. Nach der Feuchtreinigung sollte die Fläche sofort trocken nachgewischt werden, um Wasserflecken zu verhindern.
---
FAQ – Häufige Fragen zur Wohnwand FAME
Wie richte ich die Spaltmaße der Türen richtig aus?
Die Ausrichtung erfolgt über das Topfband. Nutzen Sie die vordere Stellschraube am Scharnierarm, um die Tür nach links oder rechts zu neigen. Die hintere Schraube reguliert den Abstand zum Korpus (Tiefenverstellung), während die Schrauben der Montageplatte die Höhe anpassen. Gehen Sie in kleinen Schritten vor und prüfen Sie das Spaltmaß nach jeder Vierteldrehung.
Welche Dübel brauche ich für hängende Wohnwände?
Das hängt vom Mauerwerk ab. Für massiven Beton oder Vollziegel reichen handelsübliche Nylon-Spreizdübel (8 mm oder 10 mm). Bei Hohllochziegeln oder Porenbeton (Ytong) benötigen Sie spezielle Hohlraum- oder Porenbetondübel. Bei Trockenbauwänden (Gipskarton) müssen zwingend Hohlraum-Metalldübel gesetzt werden, idealerweise direkt in das Ständerwerk der Wand.
Was ist der Unterschied zwischen MDF und Spanplatte?
Die Spanplatte besteht aus verpressten Holzspänen und bildet das stabile, kostengünstige Grundgerüst (den Korpus) des Möbels. MDF (Mitteldichte Faserplatte) besteht aus extrem fein zerfasertem Holz. Sie hat eine sehr glatte Oberfläche und dichte Kanten, weshalb sie vorrangig für sichtbare, lackierte oder hochglänzende Fronten eingesetzt wird.
Meine Klappe am Hängeschrank hält nicht mehr offen. Was tun?
In diesem Fall hat die Gasdruckfeder ihren Druck verloren. Dies ist ein normaler Verschleißteil. Lesen Sie den Wert in Newton (z. B. 80 N) auf dem Zylinder des alten Dämpfers ab und ersetzen Sie ihn durch ein Modell mit identischer Kraft. Der Austausch erfolgt meist werkzeuglos durch Abziehen einer kleinen Metallklammer an den Kugelgelenken.
Kann ich die Elemente der Wohnwand auch anders anordnen?
Ja, modulare Wohnwände sind nicht an einen festen Aufbauplan gebunden. Sie können die Hängeschränke höher, tiefer oder asymmetrisch anordnen. Achten Sie lediglich darauf, dass die Abstände optisch harmonieren und die Türen beim Öffnen nicht kollidieren.
Wie verstecke ich die Kabel vom Fernseher zum Lowboard?
Die sauberste Lösung ist ein Unterputz-Kabelkanal in der Wand. Bei der Aufputz-Montage eignen sich weiße Kabelkanäle aus Kunststoff, die überstrichen werden können. Alternativ können Sie ein Wandpaneel hinter dem Fernseher montieren, hinter dem die Kabel unsichtbar nach unten in das Lowboard geführt werden.
Was bedeutet Push-to-Open?
Push-to-Open (auch Tip-On genannt) ist ein mechanisches System für grifflose Möbel. Durch leichten Druck auf die Front wird ein gefederter Stößel entriegelt, der die Tür oder Schublade einen Spaltbreit aufdrückt, sodass man sie mit der Hand greifen und vollständig öffnen kann.
Wie viel Gewicht trägt ein Hängeschrank?
Das hängt primär von der Wandbeschaffenheit und den verwendeten Dübeln ab. Die Schrankaufhänger selbst und der Korpus (bei korrekter Montage der Rückwand) tragen in der Regel zwischen 15 kg und 30 kg pro Element. Überschreiten Sie diese Last nicht, besonders wenn Sie schwere Bücher oder Geschirr lagern.
---
Verwandte Kategorien & Ratgeber
Mehr aus „Wissen & Ideen"
Alle ArtikelPassende Produkte: Kabeldurchführung Weiß
Zur Kategorie-
Kabeldurchlass aus Kunststoff Ø60mm, WeissNormaler Preis €0,30Grundpreis / proNormaler PreisVerkaufspreis €0,30