Große Raumkomplettlösungen: Wohnwand SAALA für weite Wohnbereiche
Eine Wohnwand ist eine modulare Möbelkombination aus stehenden und hängenden Elementen, die als zentrales Aufbewahrungs- und Mediensystem im Wohnzimmer dient. Die Serie SAALA ist speziell für weite Wohnbereiche konzipiert, in denen einzelne Möbelstücke optisch untergehen würden. Als Raumkomplettlösung strukturiert sie große Wandflächen, bietet organisierten Stauraum für Technik, Bücher sowie Dekoration und integriert TV-Geräte in das Wohnkonzept. Dieser Ratgeber richtet sich an Heimwerker und erklärt die technischen Eigenschaften, die Materialbeschaffenheit und die korrekte Montage dieser großformatigen Möbelkombination.
Modulare Bausteine einer Raumkomplettlösung
Eine großzügige Wohnwand besteht selten aus einem einzigen massiven Block. Das System SAALA nutzt einzelne Module, die in Kombination eine geschlossene optische Einheit bilden. Dies erleichtert den Transport, den Aufbau und ermöglicht eine flexible Anpassung an die Gegebenheiten des Raumes.
Das Lowboard als Basis
Das Zentrum der Medienwand bildet das Lowboard. Es ist niedrig geschnitten und bietet die Standfläche für große Fernsehgeräte oder dient als optischer Abschluss unter einem wandmontierten TV. Moderne Lowboard Für TV Module der Serie SAALA sind meist in Breiten von 120 cm bis 200 cm erhältlich und werden oft paarweise nebeneinander aufgestellt, um eine Gesamtbreite von über 300 cm zu erreichen. Sie verfügen über Klappen oder Schubladen, in denen Receiver, Konsolen und Kabel verschwinden.
Hängeschränke und Wandboards
Um die vertikale Fläche eines weiten Raumes zu nutzen, kommen Hängeelemente zum Einsatz. Geschlossene Hängeschränke bieten blickdichten Stauraum, während offene Wandboards als Ablagefläche dienen. Die Hängemontage erzeugt eine schwebende Optik, die das massive Volumen der Möbelstücke visuell auflockert.
Stand- und Hängevitrinen
Vitrinen brechen die geschlossenen Fronten durch Glaseinsätze auf. Sie werden oft asymmetrisch angeordnet – beispielsweise eine hohe Standvitrine auf der linken Seite und eine kürzere Hängevitrine auf der rechten Seite des Lowboards. Zur Ausstattung gehören oft Einlegeböden aus Glas, die auf speziellen Bodenträgern mit einer Bohrung von 5 mm im System 32 ruhen.
Ergänzende Stauraummöbel
In sehr weiten Wohnbereichen reicht die klassische TV-Wand oft nicht aus, um den Raum vollständig zu möblieren. Hier wird das System durch freistehende Elemente im gleichen Dekor ergänzt. Eine passende Wohnzimmer Kommode oder ein breites Sideboard Für Fernseher an einer angrenzenden Wand führt das Design im Raum fort und maximiert den nutzbaren Stauraum.
Materialien und Oberflächen
Die Stabilität und die optische Wirkung der Möbel hängen maßgeblich von den verwendeten Trägermaterialien und Beschichtungen ab. Die Serie SAALA arbeitet mit bewährten Werkstoffen der modernen Möbelproduktion.
Trägermaterialien: Korpus und Front
Der Korpus (der Rahmen und die Einlegeböden der Schränke) besteht in der Regel aus einer Spanplatte. Diese Platten sind formstabil und weisen ein hohes Eigengewicht auf. Für die Fronten (Türen und Klappen) wird häufig MDF (Mitteldichte Holzfaserplatte) verwendet. MDF besitzt eine feinere Struktur als die Spanplatte und lässt sich an den Kanten besser profilieren, was besonders für grifflose Designs oder tiefe Fräsungen wichtig ist.
Dekore und Beschichtungen
Die Oberfläche der Platten wird durch eine Schicht aus Melaminharz oder durch tiefgezogene Folien versiegelt. Diese Beschichtung bestimmt das finale Aussehen der Wohnwände:
- Holzdekore: Nachbildungen von Eiche (z. B. Sonoma Eiche, Wotan Eiche) bringen eine natürliche Textur in den Raum. Eine Wohnwand Holz wirkt wärmer und kaschiert Staub besser als unifarbene Flächen.
- Hochglanz: Eine Wohnwand Weiß Hochglanz reflektiert das Licht. In großen, tiefen Räumen mit wenig Tageslicht an der Rückwand kann dies den Raum heller wirken lassen. Die glatten Oberflächen werden durch PET-Folien oder Acrylbeschichtungen erreicht.
- Dunkle Töne und Industrie-Look: Für einen markanten Kontrast sorgen Ausführungen in Anthrazit, Schwarz oder in Betonoptik. Eine Wohnwand Schwarz erfordert jedoch zwingend eine gute Raumausleuchtung, da sie viel Licht schluckt. Matte Oberflächen sind hierbei weniger anfällig für Fingerabdrücke.
Die Kanten der Platten sind mit einer ABS-Kante (Acrylnitril-Butadien-Styrol) versehen. Dieser stoßfeste Kunststoff schützt die Ränder vor Feuchtigkeit und mechanischen Beschädigungen beim Staubsaugen.
Kriterien für die Planung im weiten Wohnbereich
Wer einen großen Raum einrichtet, muss andere Aspekte berücksichtigen als bei der Möblierung eines kleinen Zimmers. Die Proportionen müssen stimmen, damit die Möbel nicht verloren wirken.
Maße und Raumproportionen
Eine Wohnwand Modern für weite Bereiche sollte eine Gesamtbreite von mindestens 280 cm bis 350 cm aufweisen. Messen Sie die zur Verfügung stehende Wand genau aus. Achten Sie darauf, dass rechts und links der Möbelkombination mindestens 40 cm bis 50 cm Luft zur nächsten Wand oder Tür bleiben, damit das Ensemble nicht eingezwängt wirkt. Die Tiefe der Unterteile liegt meist bei 40 cm bis 50 cm, während Hängeschränke mit rund 30 cm Tiefe flacher ausfallen, um Kopffreiheit zu garantieren.
Akustik im Raum
Große, spärlich möblierte Räume neigen zu Hall. Eine großflächige Schrankwand bricht den Schall. Offene Regalelemente, die mit Büchern gefüllt sind, wirken dabei als effektive Schallabsorber. Wenn Sie die Akustik verbessern möchten, planen Sie eine Kombination mit einem höheren Anteil an offenen Flächen.
Kabelmanagement
In weiten Wohnbereichen verlaufen Steckdosen oft nicht exakt dort, wo die Geräte stehen. Planen Sie die Kabelführung im Voraus. Die Rückwände der Lowboards bestehen meist aus einer dünnen HDF (Hochdichte Faserplatte), in die sich mit einer Lochsäge problemlos Durchlässe für Kabel bohren lassen.
Die verbaute Beschlagtechnik
Die Langlebigkeit einer Schrankwand entscheidet sich an den beweglichen Teilen. Für den reibungslosen Betrieb kommen verschiedene Möbelbeschläge zum Einsatz, die bei der Montage exakt justiert werden müssen.
Scharniere für Türen
Die Drehtüren der Vitrinen und Schränke werden mit einem Topfband am Korpus befestigt. Die Standardbohrung in der Tür hat einen Durchmesser von 35 mm. Bei der SAALA-Serie kommt in der Regel der Eckanschlag zum Einsatz. Das bedeutet, dass die Tür im geschlossenen Zustand die Korpusseite (die Seitenwand des Schranks) komplett verdeckt. Der Öffnungswinkel beträgt meist 110°. Wenn die Türen über eine Dämpfung verfügen, schließt ein integrierter Zylinder im Scharnierarm die Tür auf den letzten Zentimetern geräuschlos.
Auszüge für Schubladen
In den Kommoden- und Lowboard-Elementen sind Schubladen verbaut. Hier wird zwischen zwei Führungstypen unterschieden:
- Rollenführung: Ein einfaches System, bei dem Kunststoffrollen in einer Metallschiene laufen. Es handelt sich meist um einen Teilauszug, bei dem die Schublade nur zu etwa 75 % herausgezogen werden kann.
- Kugelführung: Teleskopschienen mit Stahlkugeln. Diese ermöglichen oft einen Vollauszug (100 % Auszugsweg) und bieten eine höhere Tragkraft.
Klappenhalterungen
Lowboards besitzen häufig nach unten öffnende Klappen. Damit diese nicht ungebremst nach unten fallen und die Scharniere ausreißen, wird eine Gasdruckfeder montiert. Die Kraft dieses Dämpfers wird in Newton (N) angegeben (z. B. 60 N oder 80 N). Die Stärke muss exakt auf das Gewicht und die Höhe der Klappe abgestimmt sein.
Montage und Aufbau der Wohnwand SAALA
Der Aufbau einer mehrteiligen Raumkomplettlösung erfordert systematisches Vorgehen, Platz und idealerweise zwei Personen.
Die Ausrichtung der Hängeschränke ist das Fundament des gesamten optischen Eindrucks – sitzt das erste Modul im Wasser, folgen die restlichen wie auf Schienen.
Benötigtes Werkzeug
- Akkuschrauber mit Bits (PZ für Spanplattenschrauben, oft TX für Wandmontage)
- Bohrhammer (für Betonwände) oder Bohrmaschine
- Wasserwaage (mindestens 80 cm lang)
- Zollstock und Bleistift
- Kreuzschlitzschraubendreher (für die Feinjustierung der Beschläge)
- Gummihammer
Schritt-für-Schritt Aufbau
- Vorbereitung: Sortieren Sie die Bauteile nach Modulen. Bauen Sie nicht alle Schränke gleichzeitig auf, sondern Modul für Modul, um Verwechslungen bei den Schrauben zu vermeiden.
- Korpusmontage: Die Verbindung der Platten erfolgt über Holzdübel und den Exzenterverbinder. Der Metallbolzen wird in die vorgebohrte Platte geschraubt, das Gegenstück (das Exzentergehäuse) wird in die andere Platte eingesetzt und mit einer halben Drehung arretiert. Dies zieht die Platten fugenlos zusammen.
- Rückwände nageln: Legen Sie den Korpus exakt winklig auf den Boden (Messen Sie die Diagonalen, sie müssen auf den Millimeter gleich lang sein). Nageln Sie die Rückwand im Abstand von ca. 10 cm bis 15 cm fest. Die Rückwand gibt dem Schrank seine finale Stabilität.
- Aufstellung der Unterteile: Stellen Sie die Lowboards an die gewünschte Position. Richten Sie diese mit der Wasserwaage exakt waagerecht aus. Nutzen Sie gegebenenfalls Unterlegplättchen, falls der Boden uneben ist.
- Wandmontage der Hängeelemente: Markieren Sie die Bohrlöcher. Für massive Wände (Beton, Vollziegel) nutzen Sie handelsübliche Spreizdübel (meist 8 mm oder 10 mm). Für Trockenbauwände (Gipskarton) sind spezielle Hohlraumdübel zwingend erforderlich. Hängen Sie die Schränke in die montierten Wandschienen oder Haken ein.
- Fronten und Feinjustierung: Montieren Sie die Türen. Ein Topfband lässt sich in drei Dimensionen einstellen (Höhe, Tiefe, seitliche Auflage), um ein gleichmäßiges Fugenbild (Spaltmaß) zwischen allen Türen zu erreichen.
Häufige Fragen zur Wohnwand SAALA (FAQ)
Wie viel Platz brauche ich für eine große Wohnwand?
Für eine großzügige Raumwirkung sollte die Wandfläche mindestens 3,50 Meter breit sein. Die Möbel selbst nehmen davon etwa 2,80 Meter bis 3,20 Meter ein. Achten Sie auf ausreichend Abstand zu Zimmertüren und Heizkörpern. Zwischen dem Lowboard und dem Sofa sollte ein Abstand von mindestens 2,50 Metern eingehalten werden.
Kann ich die Module der Wohnwand frei anordnen?
Ja, da es sich um separate Elemente handelt, sind Sie nicht an die Anordnung auf den Produktbildern gebunden. Sie können die Vitrinen tauschen, den Abstand zwischen den Modulen vergrößern oder Hängeschränke auf einer anderen Höhe montieren. Lediglich die Lowboards sollten als Basis zusammenhängend positioniert werden.
Welche Dübel benötige ich für die Hängeschränke?
Die mitgelieferten Dübel sind meist Standarddübel für massive Wände (Beton oder Vollstein). Wenn Sie Wände aus Porenbeton (Ytong) oder Gipskarton haben, müssen Sie zwingend geeignete Spezialdübel im Baumarkt besorgen. Bei Gipskarton entscheidet die Plattenstärke (einfach oder doppelt beplankt) über die maximale Traglast.
Wie stelle ich die Scharniere der Türen richtig ein?
Die Einstellung erfolgt über die Schrauben am Topfband. Die vordere Schraube am Scharnierarm reguliert die seitliche Auflage (Fuge zwischen den Türen). Die hintere Schraube fixiert die Tiefe (Abstand der Tür zum Korpus). Die vertikale Ausrichtung (Höhe) verstellen Sie über die Schrauben der Montageplatte an der Schrankinnenwand.
Wie pflege ich Hochglanzfronten richtig?
Verwenden Sie ausschließlich weiche Baumwolltücher oder spezielle Gläsertücher. Mikrofasertücher können mikrofeine Kratzer in der glänzenden Oberfläche hinterlassen. Zur Reinigung genügt lauwarmes Wasser mit einem Tropfen mildem Spülmittel. Vermeiden Sie scheuernde Putzmittel oder aggressive Lösungsmittel.
Passen große Fernseher (über 65 Zoll) auf das Lowboard?
Ein 65-Zoll-Fernseher hat eine Breite von etwa 145 cm. Wenn Sie zwei Lowboards mit je 140 cm Breite kombinieren (Gesamtbreite 280 cm), bietet dies optisch und statisch mehr als genug Platz für große TV-Geräte. Achten Sie auf die maximale Belastbarkeit der Deckplatte, die meist bei 30 kg bis 40 kg liegt.
Wie lange dauert der Aufbau der kompletten Wohnwand?
Ein erfahrener Heimwerker sollte für eine vierteilige Wohnwand etwa 4 bis 6 Stunden einplanen. Die meiste Zeit beansprucht das exakte Ausmessen und Bohren für die Hängeschränke sowie die finale Feinjustierung der Spaltmaße an den Türen und Schubladen. Arbeiten Sie idealerweise zu zweit.
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