Kleiderschrank Breite 160 cm

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Ein Kleiderschrank mit 1600 mm Breite (160 cm) ist ein mittelgroßes Aufbewahrungsmöbel, das exakt auf das Nischenmaß oder die Wandfläche von 1,6 Metern abgestimmt ist und häufig als Basis für maßgefertigte Schiebetürsysteme dient. In der Möbelkonstruktion stellt dieses Maß einen Standard dar, der sich ideal in zwei Korpus-Segmente von je 80 cm unterteilen lässt. Für den Heimwerker bietet diese Breite die perfekte Balance aus ausreichendem Stauraum und einer kompakten Grundfläche, die den Raum nicht erdrückt.

Maßliche Einordnung und Raumplanung

Bevor der Aufbau beginnt, muss die Position im Raum exakt vermessen werden. Ein Wardrobe Schrank mit einer Breite von 1600 mm benötigt nicht nur die reine Stellfläche an der Wand, sondern auch den entsprechenden Raum für die Nutzung.

Die Standardtiefe für Kleiderschränke liegt bei 60 cm. Dieses Maß ist zwingend erforderlich, damit Kleiderbügel an der Kleiderstange gerade hängen können, ohne an die Rückwand oder die Fronttüren zu stoßen. Bei der Planung von sliding-wardrobe-doors muss zusätzlich die Tiefe des Schienensystems einkalkuliert werden. Ein zweiläufiges Schiebetürsystem benötigt in der Regel zwischen 8 cm und 10 cm Bautiefe. Der Korpus selbst sollte in diesem Fall also eine Tiefe von etwa 50 cm bis 52 cm aufweisen, um auf eine Gesamttiefe von 60 cm zu kommen.

Die Planung des Innenraums bei einem 160 cm breiten Schrank gleicht einer Partie Tetris mit Holzplatten — jeder Kubikzentimeter muss bewusst mit der passenden Fachbodengröße oder Schublade gefüllt werden, um toten Raum zu vermeiden.

Lösungen für kleine und schwierige Räume

Gerade in städtischen Wohnungen sind space saving wardrobes for small rooms gefragt. Hier spielen Schiebetüren ihre konstruktiven Vorteile aus. Da keine Flügeltüren in den Raum hineinragen, kann das Bett oder ein ergänzendes 80cm width sideboard mit einem Abstand von nur 50 cm zum Schrank platziert werden.

Für Räume mit Dachschrägen oder niedrigen Decken (z. B. im Keller oder auf dem Dachboden) wird häufig ein wardrobe low height benötigt. Während Standard-Schiebetüren wie die 2x Sliding Wardrobe Doors - H: up to 2500mm W: 1600mm - Mirror für Deckenhöhen bis 2,5 Meter ausgelegt sind, lassen sich Korpusse aus Spanplatte oder MDF (melaminbeschichtet) in der Höhe individuell einkürzen.

Innenausstattung: Schubladen und Auszugssysteme

Ein 1600 mm breiter Schrank wird typischerweise in zwei 80 cm breite Abteile gegliedert. Diese Breite ist ideal für den Einbau von innenliegenden Schubladen. Für den Heimwerker stellt sich hier die Frage nach der richtigen Führungstechnik.

  • Teilauszug: Die Schublade lässt sich zu etwa 75 % ausziehen. Der hintere Bereich bleibt im Korpus verdeckt. Dies ist eine günstige, aber im Alltag oft unpraktische Lösung für tiefe Kleiderschränke.
  • Vollauszug: Die Schublade lässt sich zu 100 % herausziehen. Dies ist bei einer Korpustiefe von 50 cm bis 60 cm dringend zu empfehlen, um Socken oder Unterwäsche im hinteren Bereich problemlos zu erreichen.

Die Führungsschienen werden an den Seitenwänden im System 32 (Lochreihenbohrung mit 32 mm Abstand) verschraubt. Meist kommen hier Kugelführungen oder verdeckte Unterflurführungen zum Einsatz. Die typische Länge der Auszüge im Kleiderschrank liegt zwischen 450 mm und 550 mm.

Werden im Rahmen von extremen Sonderkonstruktionen — beispielsweise bei begehbaren Raumteilern oder Podest-Schränken, die in die Tiefe des Raumes gebaut werden — überlange Auszüge benötigt, greift der Schreiner zu Spezialbeschlägen. Ein Vollauszug 1600mm oder gar ein massiver Schwerlastauszug 1600mm ermöglicht es, ganze Schrankwände wie einen Apothekerschrank aus der Nische zu ziehen. Für solche Anwendungen ist ein Schwerlast Vollauszug 1600mm mit einer Tragkraft von 80 kg bis 120 kg zwingend erforderlich, da das Gewicht von Holz und Kleidung enorme Hebelkräfte auf die Schienen ausübt.

Scharniere und Dämpfungstechnik

Falls Sie sich gegen durchgehende Schiebetüren und stattdessen für klassische Drehtüren oder eine Kombination aus beidem entscheiden, rückt die Wahl der wardrobe hinges (Möbelscharniere) in den Fokus.

Für einen Korpus aus 18 mm starker Spanplatte werden verdeckte Topfbänder verwendet. Die Bohrung in der Tür (der sogenannte Topf) hat in der Regel einen Durchmesser von 35 mm. Bei der Montage müssen Sie die Anschlagart präzise bestimmen:

  • Eckanschlag (aufliegend): Die Tür liegt komplett auf der Korpusseite auf.
  • Mittelanschlag (halb aufliegend): Zwei Türen teilen sich eine Mittelwand (z. B. bei drei Türen an einem 160 cm Schrank).
  • Innenanschlag (innenliegend): Die Tür schließt bündig mit der Korpusseite ab und schlägt im Innenraum an.

Moderne wardrobe door hinges verfügen über eine integrierte Dämpfung. Diese wardrobe soft close hinges fangen die Tür ab einem Winkel von etwa 30° auf und ziehen sie sanft und geräuschlos zu. Wichtig für den Heimwerker: Soft-Close (Dämpfung) darf nicht mit Push-to-Open (Tip-On) verwechselt werden. Push-to-Open-Mechanismen stoßen die grifflose Tür durch Druck auf die Front auf. Beide Systeme arbeiten mechanisch gegeneinander und können nicht am selben Scharnier kombiniert werden. Für grifflose Fronten benötigen Sie spezielle Scharniere ohne Zuhaltefeder.

Schiebetüren montieren: Technik und Werkzeug

Die Montage von made-to-measure-sliding-wardrobe-doors erfordert Präzision, ist aber mit dem richtigen Werkzeug auch für Hobby-Handwerker in 3 bis 4 Stunden gut zu bewältigen.

Benötigtes Werkzeug:

  • Akku-Schrauber mit Bits (häufig PZ2 oder TX20 für Spanplattenschrauben)
  • Wasserwaage (mindestens 100 cm lang)
  • Maßband und Bleistift
  • Gummihammer

Schritt-für-Schritt Aufbau

  1. Bodenschiene montieren: Die untere Laufschiene trägt das gesamte Gewicht der Türen. Sie wird exakt parallel zur Vorderkante des Schrankbodens verschraubt. Bei harten Böden (Fliesen, Laminat) kann sie auch geklebt werden.
  2. Deckenschiene montieren: Die obere Führungsschiene hält die Türen in der Spur. Sie muss mit der Wasserwaage exakt lotrecht über der Bodenschiene ausgerichtet werden. Eine Abweichung von nur 2 mm führt dazu, dass die Türen klemmen oder von selbst aufrollen.
  3. Rollen einstellen: Die Laufrollen (oft kugelgelagert) werden unten an die Türblätter geschraubt. Moderne Beschläge sind höhenverstellbar. Über eine Stellschraube (meist Inbus oder Kreuzschlitz) lässt sich die Tür um +/- 5 mm in der Höhe justieren, um schiefe Wände oder durchhängende Böden auszugleichen.
  4. Soft-Close integrieren: Für soft close wardrobe doors werden spezielle Dämpfer in die obere Schiene eingeschoben. Ein Mitnehmer am Türblatt hakt beim Schließen in den Dämpfer ein. Der Mechanismus bremst die Tür ab und zieht sie die letzten 50 mm bis 100 mm sanft an den Anschlag.

Material und Design

Neben der reinen Technik entscheidet das Dekor über die Raumwirkung. Ein black wardrobe (schwarzer Korpus) wirkt modern und massiv. In Kombination mit Spiegeltüren, wie den 2x Sliding Wardrobe Doors - H: up to 2500mm W: 1600mm - Mirror, wird die Wuchtigkeit jedoch gebrochen. Der Spiegel reflektiert das Licht und vergrößert schmale Flure oder kleine Schlafzimmer optisch.

Die Türen bestehen meist aus einem stabilen Aluminiumrahmen, der das Spiegelglas oder die Holzwerkstoffplatte fasst. Dies verhindert ein Verziehen der Fronten, was besonders bei Höhen von bis zu 2500 mm ein kritisches statisches Thema ist.

Kompatibilität mit Standard-Systemen

Viele Heimwerker nutzen fertige Korpusse und rüsten diese mit individuellen Fronten oder Beschlägen auf. Bekannte Systeme wie der Ikea Pax Wardrobe haben spezifische Rastermaße. Wenn Sie Innenauszüge oder Scharniere nachrüsten, prüfen Sie stets die Lochreihen. Das System 32 ist zwar branchenüblich, jedoch variieren die Abstände von der Vorderkante (oft 37 mm). Messen Sie den Bohrabstand Ihrer vorhandenen Schränke genau nach, bevor Sie neue Auszüge montieren.

Sollten 1600 mm für Ihren Raum nicht das ideale Maß sein, lässt sich das modulare Konzept problemlos anpassen. Für schmalere Nischen bietet sich ein Rückgriff auf collections-wardrobe-width-1200mm an. Wer mehr Platz zur Verfügung hat, greift zu breiteren Varianten wie wardrobe-width-1800mm oder gar raumfüllenden Lösungen wie collections-wardrobe-width-2400mm.

FAQ – Häufige Fragen zum 1600 mm Kleiderschrank

Welche Scharniere brauche ich für Schranktüren?

Für Standard-Holztüren an einem 160 cm breiten Schrank benötigen Sie Topfbänder mit 35 mm Topfdurchmesser. Der Öffnungswinkel sollte bei 95° oder 110° liegen. Achten Sie auf die richtige Anschlagart (Eck-, Mittel- oder Innenanschlag).

Kann ich Schwerlastauszüge in einen Kleiderschrank einbauen?

Ja. Wenn Sie extrem tiefe Schubladen oder ausziehbare Schrankwände planen, können Sie einen Schwerlastauszug 1600mm verwenden. Der Korpus muss in diesem Fall zwingend fest mit der Wand verschraubt werden, da der weit herausgezogene Schwerpunkt den Schrank zum Kippen bringt.

Was ist der Unterschied zwischen Soft-Close und Push-to-Open?

Soft-Close (Dämpfung) fängt die schließende Tür ab und zieht sie leise zu. Push-to-Open (Tip-On) ist für grifflose Fronten gedacht; ein Druck auf die Tür lässt diese aufspringen. Beide Systeme sind mechanisch gegensätzlich und können nicht miteinander kombiniert werden.

Wie viel Platz brauche ich vor dem Schrank?

Bei einem Schrank mit Schiebetüren genügen 50 cm bis 60 cm, um bequem davor stehen zu können. Bei klassischen Drehtüren müssen Sie die Türbreite (bei 160 cm Schrankbreite meist 4x 40 cm oder 2x 80 cm) plus mindestens 40 cm Bewegungsfreiraum einrechnen.

Aus welchem Material bestehen die Rückwände?

Rückwände bestehen in der Regel aus 3 mm starken HDF-Platten (hochdichte Faserplatte). Sie werden eingenutet oder aufgeschraubt/genagelt. Die Rückwand ist entscheidend für die Winkelstabilität (Aussteifung) des gesamten Korpus und darf beim Aufbau nicht weggelassen werden.