Kleine Kommode

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Eine kleine Kommode ist ein kompaktes Kastenmöbelstück, das durch eine Kombination aus Schubladen und Türen auf geringer Grundfläche maximalen Stauraum bietet. Im Gegensatz zu raumfüllenden Kleiderschränken oder massiven Sideboards zeichnen sich diese Kleinmöbel durch reduzierte Abmessungen aus. Typische Höhen liegen zwischen 71 cm und 86 cm, während die Breite meist 80 cm bis 100 cm beträgt. Die reduzierte Tiefe, oft nur 33 cm bis 35 cm, prädestiniert diese Möbel für schmale Durchgänge, Nischen oder als ergänzendes Element in bereits eingerichteten Räumen.

Als klassisches Möbelstück für den Selbstaufbau richtet sich die kleine Kommode an den Heimwerker. Die Konstruktion basiert in der Regel auf melaminharzbeschichteten Spanplatten mit einer Stärke von 16 mm, die durch standardisierte Verbindungsbeschläge zu einem stabilen Korpus montiert werden.

Maße und Bauformen: Die richtige Dimensionierung

Die Wahl der passenden Abmessungen ist der entscheidende Faktor bei der Planung des Stauraums. Eine kleine Kommode muss sich den räumlichen Gegebenheiten anpassen, ohne die Laufwege zu blockieren.

Geringe Tiefe für enge Räume

Ein häufiges Maß für schmale Flure oder kleine Schlafzimmer ist eine Tiefe von rund 35 cm. Modelle wie die GABRIEL - Kommode / Sideboard mit 6 Schubladen - Anthrazit / Wotan Eiche H71cm B100cm T33cm weisen sogar nur eine Tiefe von 33 cm auf. Diese flache Bauweise verhindert, dass das Möbelstück wuchtig wirkt. Trotz der geringen Tiefe fassen die Schubladen problemlos DIN-A4-Dokumente, Wäsche oder Alltagsgegenstände.

Breite und Aufteilung

Die Breite bestimmt die Aufteilung der Front. Bei einer Kommode 100 cm Breit lassen sich problemlos zwei Schubladenspalten nebeneinander realisieren. Eine Kommode 6 Schubladen bietet durch diese Anordnung eine kleinteilige Sortierung, die besonders für Büromaterial, Socken oder Werkzeug nützlich ist. Schmalere Varianten mit 80 cm Breite, wie das Modell MIKEL - Kommode / Sideboard mit 3 Schubladen und 1 Tür - Weiß Matt H75cm B80cm T35cm, kombinieren oft eine vertikale Schubladenreihe mit einer Schranktür. Diese asymmetrische Aufteilung erlaubt es, sowohl kleine Gegenstände als auch höhere Objekte wie Aktenordner oder Flaschen in einem Möbelstück unterzubringen.

Für Räume, die etwas mehr Platz bieten, gibt es leicht tiefere Ausführungen. Die MARGARET - Kommode / Sideboard mit 3 Schubladen - Anthrazit Grau / Beton-Optik H86cm B83cm T44cm nutzt eine Tiefe von 44 cm und eine Höhe von 86 cm, was das Volumen der einzelnen Schübe signifikant erhöht.

Materialien und Oberflächendekore

Die Basis moderner Kommoden im Selbstaufbau bildet die Holzspanplatte. Sie ist formstabil, verzieht sich nicht bei leuchten Temperaturschwankungen und bietet eine plane Oberfläche für die Beschichtung. Die Melaminharzbeschichtung macht die Oberflächen kratzfest, flüssigkeitsabweisend und pflegeleicht.

Die Wahl des Dekors beeinflusst die optische Raumwirkung maßgeblich:

  • Klassisches Weiß: Eine Weiße Kommode reflektiert das Licht und lässt kleine, dunkle Räume größer wirken. Matte Oberflächen verzeihen Fingerabdrücke, während Hochglanz-Fronten (Weiß Gloss) eine moderne, fast spiegelnde Optik erzeugen.
  • Dunkle Töne: Eine Graue Kommode oder Modelle in Anthrazit setzen starke Kontraste. Sie wirken besonders vor hell gestrichenen Wänden strukturbildend.
  • Holzdekore: Eine Eiche Kommode bringt visuelle Wärme in den Raum. Dekore wie Sonoma Eiche (eher hell, leicht gräulich) oder Wotan Eiche (kräftiger, wärmerer Braunton mit markanter Maserung) ahmen Massivholz täuschend echt nach.
  • Beton-Optik: Für industrielle Wohnkonzepte eignet sich die graue, leicht wolkige Beton-Optik, oft in Kombination mit weißen oder anthrazitfarbenen Korpuselementen.

Raumlösungen: Wo kleine Kommoden glänzen

Durch die kompakten Maße übernimmt die kommode klein in verschiedenen Wohnbereichen spezifische Funktionen.

Die Schlafzimmer Kommode

Im Schlafraum dient sie als primäre Aufbewahrung für gefaltete Kleidung, Unterwäsche und Bettzeug. Eine dedizierte Schlafzimmer Kommode ergänzt den großen Kleiderschrank. Die Deckplatte auf einer Höhe von 71 cm bis 86 cm bietet eine ideale Ablagefläche für Schmuckkästen oder Leselampen. Für die direkte Platzierung neben dem Bett empfiehlt sich alternativ eine noch niedrigere Nachtkommode.

Die Flurkommode

Eingangsbereiche sind oft schmal geschnitten. Eine Kommode 35 cm tief ist hier das Maß der Dinge. Sie nimmt Schals, Mützen und Schlüssel auf. Eine Kombination aus Schubladen und Türen, wie bei der NOAH - Kommode / Sideboard mit 2 Schubladen und 2 Türen - Wotan Eiche / Beton-Optik H75cm B80cm T35cm, erlaubt es, im unteren Bereich auch flache Schuhe oder Hausschuhe zu verstauen.

Die kleine Küchenkommode

In der Küche wird oft zusätzlicher Stauraum für Besteck, Tischdecken oder Vorräte benötigt. Da die Melaminbeschichtung feucht abwischbar ist, eignet sich eine kleine Schubladenkommode hervorragend für diesen Zweck. Wichtig ist hier, schwere Gegenstände wie Töpfe im unteren Bereich (hinter Türen) zu lagern, um den Schwerpunkt des Möbels tief zu halten und ein Kippen zu verhindern.

Die Wohnzimmer Kommode

Im Wohnbereich fungiert sie oft als kleine Anrichte oder Sideboard. Sie verbirgt Ladekabel, Fernbedienungen, Gesellschaftsspiele oder Unterlagen. Die Deckplatte wird häufig für Dekoration, Zimmerpflanzen oder kleinere HiFi-Geräte genutzt.

Der Selbstaufbau: Technik und Montage

Der Aufbau eines Kastenmöbels funktioniert wie das Gießen eines Fundaments: Wenn die Basis im exakten rechten Winkel steht, gleiten später auch die Schubladen reibungslos und die Türen schließen bündig. Eine kleine Kommode ist so konstruiert, dass sie von einer Person mit grundlegendem Werkzeug montiert werden kann.

Benötigtes Werkzeug

  • Kreuzschlitzschraubendreher (Größe PZ2 oder PH2)
  • Leichter Gummihammer oder Holzhammer
  • Zollstock oder Maßband
  • Wasserwaage

Die Verbindungstechnik

Der Korpus wird durch eine Kombination aus Holzdübeln und Exzenterverbindern zusammengehalten.

  1. Holzdübel (meist 8 x 30 mm): Sie sorgen für die exakte Positionierung der Bauteile zueinander und nehmen Scherkräfte auf. Die Dübel werden mit einem leichten Hammerschlag in die vorgebohrten Stirnseiten der Spanplatten getrieben.
  2. Exzenterverbinder (Minifix): Dieser Beschlag zieht die Platten fest zusammen. Er besteht aus einem Einschraubbolzen, der in das Seitenteil geschraubt wird, und einem runden Exzentergehäuse, das im Konstruktionsboden sitzt. Durch eine halbe Drehung mit dem Kreuzschlitzschraubendreher verkrallt sich das Gehäuse am Bolzenkopf und zieht die Fuge dicht.

Montage der Rückwand

Die Rückwand (meist eine 3 mm starke HDF-Platte) ist nicht nur ein optischer Abschluss, sondern das wichtigste statische Element. Sie gibt dem Korpus die nötige Aussteifung (Winkelsteifigkeit). Die Rückwand wird auf den rechtwinklig ausgerichteten Korpus gelegt und mit Rückwandnägeln im Abstand von etwa 10 cm bis 15 cm fixiert. Messen Sie vor dem Nageln die Diagonalen des Korpus – sind beide Maße auf den Millimeter identisch, steht das Möbelstück im perfekten 90°-Winkel.

Beschlagtechnik: Schubladen und Scharniere

Die Funktionalität einer furnica Kommode hängt maßgeblich von den verwendeten Beschlägen ab.

Schubladenführungen

Bei Kommoden dieser Preis- und Größenklasse kommen in der Regel Rollenführungen zum Einsatz. Diese bestehen aus zwei pulverbeschichteten Stahlprofilen pro Seite. Ein Profil wird an die Korpusinnenseite geschraubt, das andere an die Schubladenseite. Eine Kunststoffrolle läuft in der Schiene.

  • Teilauszug: Rollenführungen sind meist als Teilauszug konzipiert. Das bedeutet, die Schublade lässt sich zu etwa 75 % bis 80 % ihrer Tiefe herausziehen. Ein mechanischer Stopp verhindert, dass die Schublade versehentlich komplett herausfällt.
  • Montage: Die Korpusschiene wird mit Euroschrauben (meist 6,3 x 13 mm) in der Systemlochung befestigt. Die Schubladenschiene wird bündig an der Unterkante der Schubladenseite mit Spanplattenschrauben (z. B. 3,5 x 16 mm) fixiert.

Eine Kommode 4 Schubladen erfordert eine exakte Montage der Schienen. Achten Sie darauf, die vorgekörnten Löcher zu nutzen, damit die Spaltmaße zwischen den Schubladenfronten später gleichmäßig sind.

Topfbänder für die Türen

Verfügt die kleine Kommode über Türen, werden diese mit Topfbändern (verdeckten Scharnieren) angeschlagen.

  • Bohrung: Die Türfront besitzt eine Topfbohrung mit einem Durchmesser von 35 mm, in die das Scharnier eingesetzt und festgeschraubt wird.
  • Montageplatte: An der Korpusinnenseite wird eine Kreuzmontageplatte befestigt. Das Topfband wird entweder aufgeschoben und verschraubt oder (bei Clip-Scharnieren) werkzeuglos aufgeclipst.
  • Anschlagart: Bei den meisten Kommoden handelt es sich um einen Eckanschlag (die Tür liegt auf der Korpusseite auf) oder einen Mittelanschlag (zwei Türen teilen sich eine Mittelwand).

Der große Vorteil von Topfbändern ist die 3-dimensionale Verstellbarkeit. Nach dem Aufbau können Sie die Tür über die Stellschrauben am Scharnierarm in der Höhe, in der Tiefe (Abstand zum Korpus) und in der seitlichen Auflage justieren, bis das Fugenbild perfekt ist.

Pflege und Wartung

Damit die kleine Kommode über Jahre hinweg ansehnlich und funktional bleibt, genügen wenige Handgriffe:

  • Reinigung: Melaminbeschichtete Oberflächen wischen Sie am besten mit einem leicht feuchten Baumwolltuch ab. Bei Hochglanz-Fronten (Weiß Gloss oder Schwarz Gloss) sollten Sie auf Mikrofasertücher verzichten, da diese mikroskopisch kleine Kratzer im Glanzlack hinterlassen können. Nutzen Sie hier ein weiches Fensterleder oder spezielle Baumwolltücher.
  • Beschläge prüfen: Nach etwa sechs Monaten Nutzung sollten Sie alle sichtbaren Schrauben an den Scharnieren und Schubladenführungen handfest nachziehen. Holzwerkstoffe arbeiten minimal, wodurch sich Verbindungen setzen können.
  • Beladung: Beachten Sie die Traglast der Schubladen. Der Boden besteht meist aus einer HDF-Platte, die in eine Nut eingeschoben ist. Schwere Gegenstände gehören in die untersten Schubladen oder auf die Konstruktionsböden hinter den Türen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur kleinen Kommode

Wie tief ist eine schmale Kommode in der Regel?

Eine platzsparende, schmale Kommode für den Flur oder kleine Nischen hat typischerweise eine Tiefe von 33 cm bis 35 cm. Diese geringe Tiefe reicht aus, um Kleidung, Papiere oder Alltagsgegenstände zu verstauen, ohne den Raum zu dominieren.

Welches Werkzeug benötige ich für den Aufbau?

Für die Montage benötigen Sie lediglich einen Kreuzschlitzschraubendreher (Größe PZ2 oder PH2), einen Zollstock, einen leichten Hammer (idealerweise Gummi, um die Beschichtung nicht zu beschädigen) und eine Wasserwaage zum Ausrichten. Ein Akkuschrauber kann den Aufbau beschleunigen, das finale Festziehen der Exzenterverbinder sollte jedoch immer mit der Hand erfolgen, um ein Überdrehen in der Spanplatte zu vermeiden.

Wie lange dauert die Montage einer Kommode mit 6 Schubladen?

Ein geübter Heimwerker benötigt für ein Modell mit einer Breite von 100 cm und sechs Schubladen etwa 60 bis 90 Minuten. Planen Sie als Anfänger etwa zwei Stunden ein. Der zeitaufwendigste Teil ist das Zusammenschrauben der einzelnen Schubladenkorpusse.

Was ist der Unterschied zwischen Rollenführung und Kugelführung?

Rollenführungen (häufig bei Standard-Kommoden) bestehen aus pulverbeschichtetem Stahl und Kunststoffrollen. Sie sind robust, leicht zu montieren und fungieren meist als Teilauszug. Kugelführungen laufen auf kleinen Stahlkugeln, bieten oft einen Vollauszug (Schublade lässt sich zu 100 % herausziehen) und können höhere Gewichte tragen.

Kann ich die Kommode an der Wand aufhängen?

Nein. Eine klassische Standkommode ist statisch dafür ausgelegt, ihr Eigengewicht und die Zuladung über den Sockel oder die Möbelfüße in den Boden abzuleiten. Die Rückwand und die Verbindungsbeschläge sind nicht für die Zugkräfte einer hängenden Wandmontage konzipiert. Um ein Vornüberkippen bei mehreren geöffneten Schubladen zu verhindern, sollte die Kommode jedoch mit einem kleinen Winkel an der Wand gegen Kippen gesichert werden.

Wie richte ich schiefe Schubladen oder Türen aus?

Schiefe Spaltmaße entstehen meist, wenn der Korpus nicht im Wasser steht. Prüfen Sie zuerst mit der Wasserwaage, ob der Boden uneben ist, und unterfüttern Sie das Möbelstück gegebenenfalls minimal. Türen lassen sich über die Einstellschrauben an den Topfbändern (35 mm Topf) stufenlos in Höhe, Tiefe und Neigung justieren. Bei Schubladen mit Rollenführung kontrollieren Sie, ob die Schienen exakt in den vorgebohrten Löchern verschraubt wurden.

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